Es geht auch ohne Sonne

Im Winter klettern die meisten auf der Kurzstrecke oder weit im Süden. Dani Arnold machte eine Ausnahme.

In Routen

Dimitri Vogt (18) kletterte um den Jahreswechsel im spanischen Klettergebiet Santa Linya La Novena Puerta (8c+), ausserdem noch Ingravids ­Serps, Rollito Sharma Extension und Fabelita (alle 8c) und in Oliana Fish Eye (8c) im zweiten Versuch. Noch im Dezember war ihm im Basler Jura Shogun Part 1 (8c) gelungen.

Im Februar dann boulderte er einiges weg: im Magic Wood La Tarlouze (Fb 8a+) und Unendliche Geschichte Teil 1 (Fb 8a), in Chironico La Persistencia de la Memoria und Second Life (beide Fb 8a+) und etliche weitere Fb 8a.

Auch Alexander Rohr (20) verbrachte im Januar einige Klettertage im Süden, genauer in Siurana. Abhaken konnte er Jungle Speed (9a) und La pequeña Mowgli (8c).

Ende Januar eröffnete Nicola Vonarburg1 (43) mit Sangue, Sudore e Lacrime in Campione eine neue Route – ob sie 8c oder eher 8c+ ist, lässt er offen.

An Bouldern

Sebastian Cotting (17) konnte im Dezember From Shallow Waters to the Riverbed (Fb 8b+) im Magic Wood bouldern. Im Februar gelang ihm in Cresciano die Wiederholung eines neuen Einstiegs zu The Dagger, den er mit Fb 8b bewertet. Sebastièn Biner2(20) boulderte Ende Januar in Branson mit «neuer Beta» das Nicole-Testpiece Radja (Fb 8b). Manu Hassler (35) knackte im Januar in Brione ­Vecchio Leone (Fb 8b).

Fred Nicole3(46) hatte im Dezember endlich gute Bedingungen und konnte im Basler Jura Midlight Expresse Traverse (8a/b) knacken. Im Januar gelang ihm dann, ebenfalls im Basler Jura, die vermutlich erste Wiederholung einer von Mike Tscharner eröffneten Linie durch ein Höhlendach – die Bewertung steht noch aus.

Samuel Ometz (20) hat im Januar Ninja Skills (Fb 8b+) in Sobrio gebouldert und in Chironico Confes­sions (Fb 8b). In Chironico gelang ihm zudem ein neuer Start zu Thorstein, den er Le Trio Infernal taufte und auf Fb 8a+ schätzt. Dann glückte ihm in Brione die Erstbegehung von The Fulcrum (Fb 8a+).

Auch Giuliano Cameroni4(18) konnte im Januar Ninja Skills (Fb 8b+) abhaken. In Chironico knackte er Frontline, Collateral und Shadowfax (alle Fb 8b) und meisterte die Erstbegehung von El Garrulo (Fb 8a+).

Durch hohe Wände

Deutlich weiter im Süden als in Spanien waren einige denkwürdige Begehungen möglich. Trotz dem chronisch schlechten Wetter in Patagonien gelangten einige Schweizer auf den Gipfel des Cerro ­Torre: Silvan Schüpbach5 (36) ergatterte Ende Januar gemeinsam mit Matteo della Bordella die vermutlich vierte Wiederholung der als «Kompressorroute» zu Ruhm gekommenen Südostkante des Cerro Torre. Einige Tage später, Anfang Februar, schafften es zwei weitere Schweizer Teams über diese Route by fair means auf den Gipfel: Tobias Sutter und Christian Ledergerber sowie Friedrich Maderer und Roger Schäli.

Ganz ohne Sonnenwärme kommen nur wenige aus: Dani Arnold (32) schaffte es am 27. Dezember bei einer Temperatur von minus drei Grad, der Deep Blue Sea (7b+, 320 m) an der Eiger-­Nordwand ihre erste Winterbegehung zu verpassen.

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