Fall Vilan eingestellt

Im Januar 2015 ereignete sich am Vilan (2375 m) ein Lawinenunglück. Nun wurde das Strafverfahren gegen den involvierten SAC-Tourenleiter definitiv eingestellt, wie die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) Ende Januar berichtete. Es hätten sich keine Hinweise auf ein strafbares Verhalten des Tourenleiters ergeben, so die Begründung.

Der Tourenleiter der Aargauer Sektion Lägern war damals mit einer achtköpfigen Gruppe am Vilan unterwegs. Bei der Abfahrt vom Gipfel löste sich eine Lawine. Acht Personen wurden erfasst, sieben davon verschüttet. Drei Männer konnten nur noch tot geborgen werden, zwei Frauen starben im Spital. Nach dem Unglück eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden ein Strafverfahren wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung, stellte dieses jedoch letzten Sommer ein. Weil Angehörige von mehreren Todesopfern den Entscheid anfochten, wurde der Fall noch einmal aufgerollt. Die Einstellung des zweiten Verfahrens ist rechtskräftig.

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