Fliegen für Frieden und Arbeitsplätze?

Zum Artikel Darf man noch Bergtouren im Ausland machen?, «Die Alpen» 06/2019

Herzlichen Dank an die Redaktion, dass sie die Frage endlich aufgreift, wie es die Bergsteigerinnen und Bergsteiger mit dem Fliegen haben. Der Beitrag von Kari Kobler ist von der Argumentation her allerdings geradezu erbärmlich. Fast während der Hälfte des Textes drückt sich der Expeditionsunternehmer um die Frage herum und führt allerhand unausgegoren Philosophisches an. Schliesslich kommt er auf zwei Argumente zu sprechen, die für den 19-fachen Everest-Expeditionsleiter – siehe da! – für das Fliegen sprechen: Arbeitsplätze und Frieden. Da wird ein Land wie Nepal jahrzehntelang statt weiterentwickelt in die Tourismusfalle getrieben. Und nun muss die Fliegerei halt weitergehen: CO2-Produktion als Entwicklungshilfe! Als ob es nicht andere Entwicklungspfade für Nepal gegeben hätte und gäbe. Dass mehr Fliegen samt Klimawandel schliesslich zu mehr Verständigung und darum zum Frieden führt, ist derart abwegig, dass nur den Kopf schütteln kann, wer täglich Zeitung liest.

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