Frage an den Berg

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Von Ernst Otto Marti.

Der du jetzo ungewandelt stolz aus grünen Alpen steigst, uns das alte, liebe Bildnis dort in alter Treue zeigst — hast du auch dein innres Wesen nicht verändert in der Zeit, unter deiner rauhen Schale deine lautre Freundlichkeit?

Ob wir Seil und Ringe haben, davon hängt 's nicht ab allein, dein geheimes, stilles Wesen muss uns ganz gewogen sein. Denn den rettungslos Verlornen würfest du im Zorn hinab, Berg, o rede jetzt, Geliebter, wirst du Krone, wirst du Grab?

Die wir lächelnd deinen Wänden jetzo stumm entgegengehn, schicke Engel, die behütend überall zum Rechten sehn, gute Griffe, feste Tritte, einen klaren, reinen Sinn, lenke gnädig uns zur Höhe, gnädig auch zum Tale hin!

Die Alpen — 1037 — Lis Alpes.27

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