Gedruckte Tourenprogramme sind eine Verschwendung

Zum Artikel 112 000 sind für die Gletscherinitiative, «Die Alpen» 01/2020

Leider musste ich feststellen, dass in vielen SAC-Sektionen nach wie vor sämtlichen Mitgliedern ein gedrucktes Tourenprogramm zugestellt wird. Gerade kürzlich dürfte in zahlreichen Haushalten ein dickes Buch – in meinem Fall waren es über 200 Seiten – mit den Sektionstouren des nächsten Jahres eingetroffen sein. Und wenn es bei anderen so geht wie bei mir, dürfte dieses direkt im Altpapier gelandet sein. Im heutigen digitalen Zeitalter dürften sich die meisten SAC-Mitglieder online über die ausgeschriebenen Touren informieren und anmelden. Hinzu kommt, dass sich gar nicht alle für das Tourenprogramm interessieren. Ich persönlich ärgere mich sehr über diese Verschwendung der Ressourcen. Mit der Unterstützung der Gletscherinitiative hat sich der SAC zum Thema Klimaschutz klar positioniert und versprochen, künftig auch innerhalb des Clubs mehr für die Senkung der CO2-Emissionen zu unternehmen. Die Papierschlacht mit den Tourenprogrammen steht in einem klaren Kontrast zur angestrebten Nachhaltigkeit. Beinahe ironisch wirkt in diesem Zusammenhang die Diskussion über die Verpackungsfolie der Zeitschrift. Dabei waren die Portokosten die berechtigte Begründung dafür, weshalb «Die Alpen» zukünftig nicht komplett ohne Hülle und damit noch ökologischer erscheinen können. Gleichzeitig versenden die Sektionen jedoch haufenweise Altpapier.

Ich wende mich deshalb an alle SAC-Sektionen mit dem Anliegen, dass in Zukunft nur noch denjenigen Mitgliedern ein gedrucktes Tourenprogramm zugesendet wird, die dies ausdrücklich wünschen. Das wäre eine dringend notwendige Massnahme für den Klimaschutz und zugleich auch zugunsten der Sektionskassen.

Anmerkung der Redaktion

Teilweise setzen die Sektionen schon um, was der Leserbriefschreiber fordert. So hat die Sektion Uto mit dem Versand des diesjährigen Tourenprogrammes auch eine Antwortkarte mitgeschickt. Mitglieder konnten darauf angeben, ob sie das Tourenprogramm und andere Publikationen nicht mehr auf Papier erhalten wollen. Die «Alpen»-Redaktion ist sehr interessiert daran, zu erfahren, was die Sektionen sonst bereits unternehmen, um ihren CO2-Ausstoss zu reduzieren.

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