Gegen fixe Leitern am Hillary Step

Die Union Internationale des Associations d’Alpinisme (UIAA) ist gegen eine Installation von fixen Aufstiegshilfen am Mount Everest.

Die UIAA reagierte mit einem ­Schreiben auf die Absicht der nepalesischen Regierung, Metallleitern und Fixseile am Hillary Step (8760 m) montieren zu lassen. Die zwölf Meter hohe Felspassage ist die letzte Schwierigkeit unter dem Gipfel. Sie führt immer wieder zu gefährlichen Staus auf der Route.

Die UIAA fordert, dass die Besteigung des Everest «denjenigen vorbehalten bleiben muss, die sich die notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen angeeignet haben». Weiter heisst es im Text vom Oktober 2014, der Bau von fixen Instal­la­tio­nen am Everest «würde die Besteigung entwerten, das Abenteuer verderben und den Missbrauch dieses heiligen Ortes fördern».

Vielen Nepalesen würde die Einrichtung von fixen Installationen helfen, den Tourismus am Everest zu entwickeln und gleichzeitig die Risiken für die Helfer und ihre Kunden zu limitieren. «Der Normalweg verändert sich, es hat mehr Fels und weniger Schnee und Eis, und das ist sehr gefährlich», sagte Pertemba Sherpa im Mai 2013 der englischen Tageszeitung «The Guar­dian». Tatsache ist, dass sich immer mehr Menschen am Mount Everest aufhalten. 2013 versuchten 810 Personen den Aufstieg über die nepalesische Seite, so viel wie noch nie seit der Erstbesteigung von 1953.

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