Gesamtheitliche Sicht gefragt

Zum Beitrag « SAC-Hütten und Ökologie » ( ALPEN 7/97, S.38ff. ) Seit der neuen Aufmachung der Zeitschrift ist das Spektrum der Beiträge erfreulich breiter geworden. Mit besonderem Interesse habe ich den oben erwähnten Artikel in den ALPEN gelesen, den ich als Hoffnungsschimmer für ein erwachendes ökologisches Bewusstsein in SAC-Kreisen werte. Allerdings wird in der vorgestellten Untersuchung fast nur auf die Energiebilanz eingegangen. Verbesserungsvorschläge zur heutigen Hütten-Situation müssen jedoch auf einer gesamtheitlicheren Sicht der Hütten-problematik basieren. Die Abwässer und ihre Auswirkungen auf die Umgebung, insbesondere auf die Vegetation, müssten beispielsweise ebenfalls genauer untersucht werden und vielleicht in Zusammenhang mit der Sensibilität eines Gebietes gebracht werden. Ein weiterer Aspekt betrifft die Störung der Fauna durch die menschliche Präsenz und Aktivität; Transportflüge können je nach der geografischen Lage einer Hütte nicht nur für freilebende Tiere, sondern auch für die ansässige Bevölkerung eine zusätzliche Belastung darstellen. Aus meiner Sicht sollte die Ästhetik ebenfalls ein Thema sein, sei es nun beim Hüttenbau selbst ( Architektur und Baumaterialien ) und der Umgebungsgestaltung, dem Wegbau oder anderen Infrastrukturanlagen bis hin zu den Markierungen. Das Problem « Hütten und Ökologie » ist wegen seiner Komplexität nicht einfach anzugehen, jeder Hüttenstandort ist anderen Belastungen ausgesetzt, um so wichtiger scheinen mir die Grundlagen für angepasste Lösungen zu sein.

Silvia Ganther, Pfäffikon ZH Der Kontakt zu Gleichgesinnten, nicht zuletzt um gemeinsam Touren jeder Art unternehmen zu können, ist ein wichtiges Motiv für den Beitritt zum SAC. Über Internet kann diesem Bedürfnis noch mehr entgegengekommen werden ( auf dem Triftgletscher, Weissmies, VS ).

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