Gottlieb Studer (1804-1890)

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Geboren am 24. April 1802 als Sohn des Chorherrn und Stiftverwalters am Grossmünster zu Zürich, Joh. Rud. Ulrich, durchlief der eher schwächliche Knabe Melchior die städtischen Schulen, studierte dann Theologie, zuerst am Carolinum, hierauf an der Universität Berlin. Nach grösseren Reisen kehrte der begüterte junge Akademiker in seine Vaterstadt zurück, wo er sich 1833 als Privatdozent der Theologie habilitierte und von 1837-1856 eine ausserordentliche Professur für neutestamentliche Fächer und Kritik - ohne Gehaltbekleidete. Diese Tätigkeit, verbunden mit gelegentlichem Predigtamt, sagte ihm aber auf die Dauer nicht zu, so dass er 1856 seine Entlassung nahm. In der Folge widmete er sich fast ausschliesslich humanitären Institutionen - wenn er nicht auf Reisen war! Und das war Ulrich von seinem 12. bis ins 86. Lebensjahr in einem Ausmass, das selbst im reiselustigen 19. Jahrhundert einmalig ist. Reisen aber hiess für ihn « wandern ».

Der 20jährige hatte ausser Graubünden und Tessin bereits das ganze Schweizerland durchwandert.

Seinen « Reisen » liegt der Plan zugrunde, vom Nächstliegenden fächerförmig weiterzuschreiten, um schliesslich ein Gesamtbild der Schweizer Landschaft zu erhalten.

87 Rosa-Täler. Und nun folgen sich, mit nur zwei Ausnahmen, die Bergsteiger-Sommer durchgehend bis 1883, also volle 50 Jahre, und bringen eine gewaltige Ausbeute. Das von Studer selber angelegte Verzeichnis aus den Jahren 1823-1883 zählt nicht weniger als 643 Gipfel auf. Seine bergsteigerische Glanzzeit liegt in den Jahren 1839-1876. Mit einer nach unsern Begriffen primitiven Ausrüstung durchwandert der « unglaublich genügsame, bedürfnislose, ungemein ausdauernde und unermüdliche Gänger » nach den Voralpen vor allem die Berner und Walliser, später die Tessiner, Glarner, Urner und Graubündner Alpen. Überall gelingen ihm Erstbesteigungen von Gipfeln und Pässen oder eröffnet er Routen, die bisher nur den Einheimischen bekannt waren. Es treibt ihn auch ins Ausland, in die Grajischen und Dauphiné-, Tiroler und Bayrischen Alpen, ja selbst in die Pyrenäen und nach Norwegen.

Mit seinem Freunde Melchior Ulrich zusammen hat er das meiste zur topographischen, geographischen und alpingeschichtlichen Kenntnis der Schweizer Alpen beigetragen. Er selber galt als deren bester Kenner. Über seine tieferen Beweggründe spricht er sich klar aus. Es sind ihrer drei: Abenteurerlust, Dienst an der Wissenschaft und Aufklärungsarbeit. Als alleiniger « Herr » oder in Begleitung seiner Freunde Hugi, Ulrich, Weilenmann, Lindt, Siegfried u.a. und Gemsjäger, Strahler und Schafhirten als Führer, an vorderster Stelle Johann Madutz und die beiden Johann Weissenfluh Vater und Sohn, kann er nach 60 Bergsteigerjahren auf rund 22 Erstbesteigungen ( darunter Mattwaldhorn, Sustenhorn, Wildhorn, Allalin- und Adlerpass, Monte Leone, Diablerets, Combin de Corbassière, Schwarzberg-Weissthor, Gross Rinderhorn, Ruitor, Studerhorn, Gross Wannehorn, Ofenhorn, Basodino, Campo Tencia und Grandes Rousses ) zurückblicken. Er war kein ehrgeiziger Gipfelstürmer. Der nüchterne Berner fühlt sich stets als Forscher-Pionier, der Rechenschaft abzulegen hat.

Studers alpines Werk umfasst auch 39 Jahre schriftstellerischer Arbeit. Der 40jährige gibt 1844 die « Topographischen Mittheilungen aus dem Alpengebiete » heraus ( Berner Alpen mit Titlis, Fiescher- und Aletschgletscher ). 1849 folgt seine « Karte der südlichen Wallisertäler » 1:100000, die punkto « Genauigkeit und Darstellung höchsten Anforderungen entspricht » ( Ed. Imhof ). 1859 veröffentlicht er mit den Freunden Ulrich und Weilenmann das illustrierte Werk « Berg- und Gletscherfahrten in den Hochalpen der Schweiz », wozu er 6 Erstbesteigungsberichte beisteuert.In die Annalen der alpinen Geschichtsforschung geht er ein mit dem vierbändigen Werk « Über Eis und Schnee » von 1869-1883, einem Quellenwerk ersten Ranges. Weitere Beiträge finden sich verstreut, vor allem im « Jahrbuch » von 1864-1881. Meist sind es Besteigungsberichte, daneben historisch-kritische Abhandlungen.

Studers Stil ist unverwechselbar: Ausgewogen, flüssig, in gewissen Momenten hinreissend beschwingt, stets aus reichem Wortschatz schöpfend. Seine Sprache ist von einprägsamer Bildkraft und Farbigkeit, wie sie diesem ausgesprochenen Augenmenschen entspricht, der im Erleben zugleich auch immer die ganze « Wirklichkeit » einer Landschaft und damit ihr Ganzes erfasst. Diese faszinierende Einheit verleiht seinen Schilderungen klassischen Wert. Studers Sprachkunst entfaltet sich zuhöchst in der Beschreibung von Gipfelpanoramen, in immer neuen Wendungen und Bildformen, so dass sie plastisch vor dem Leser erstehen. Es sind z.T. grandiose Hochgebirgs-schilderungen, von einem dichterischen Schwung und Ethos, in denen Rousseaus Naturgefühl, Schillers Pathos und Byrons Gebirgsromantik nachwirken. Das Gebirge wird ihm zum Symbol höchster Menschheitsideen. Es ist eine Welt, deren Sprache der Donner der Gletscherbrüche ist, dieser « versteinerten Himmelsanwohner, Denksäulen und Zeugen der schaffenden Urkraft », einer Hochregion, « die eine verklärte Majestät umweht » und in der « der Geist frei und leicht, Himmelsluft atmend, dem Throne Gottes näher sich wähnt ».

Sektion Uto stellte in Ulrich nicht nur ihren ersten Sektionspräsidenten, sondern für die Amtsdauer von 1867-1869 auch den Centralpräsidenten. Als solcher entfaltete er eine lebhafte Tätigkeit, so die Ausarbeitung der erwähnten Walliser Itinerarien 1868-1870, die Herausgabe eines Mitgliederverzeichnisses, die Anstellung eines « Jahrbuch»-Redaktors, die Ausarbeitung eines Programms für Gletschervermessungen, eine Statutenänderung, die Errichtung von vier neuen Schirmhütten u.a.m., worüber er in den Jahrbüchern 1867-1869 Rechenschaft ablegte. Die Zuerkennung der Ehrenmitgliedschaft des SAC im Jahre 1884 war verdienter Dank.

Ulrich hat über sämtliche Reisen, Bergbesteigungen und Passwanderungen minutiös Buch geführt. Diese Tagebücher, die erst in jüngster Zeit als Geschenk seines Enkels an die SAC-Biblio-thek in Zürich kamen, bilden die Quelle für seine vielen Veröffentlichungen in den ersten drei Bänden der « Mitteilungen » der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich und in den ersten sechs Jahrgängen des « Jahrbuchs ». Seine grössten alpinen Taten haben ihren Niederschlag in drei Werken gefunden: « Die Seitenthäler des Wallis und derMonterosa » von 1850, « Die Ersteigung des Monte Rosa und Monte Generoso von M. Ulrich undJ. J. Weilenmann » von 1859 und « Berg- und Gletscherfahrten in den Hochalpen der Schweiz » von 1859 und 1863, mit G. Studer und J.J. Weilenmann als Mitverfassern. Diese Schriften begründen seinen Ruhm als alpiner Schriftsteller.

« Le style c' est l' homme »: Diese Sentenz passt genau auf Ulrich. Sein Stil ist sachlich-nüchtern, bisweilen gar trocken. Der Fluss seiner Erzählung wird ständig gestaut durch topographische Details. Persönliches tritt zugunsten präziser sachlicher Angaben zurück, die aus umfassendem Wissen und scharfen Beobachtungen geschöpft sind. Und doch weht um diesen stockkonservativen Zürcher Bürger, der in sich alle Tugenden der Zwinglistadt verkörpert und dessen Tageslauf fast nach dem Uhrenzeiger abläuft, ein Hauch wahrer Grosse. Nicht um den Hochalpinisten Ulrich, wohl aber um den neben Studer erfolgreichsten Erschliesser der Schweizer Alpenlandschaft, dem sich in zähen, systematischen Bemühen aus tausend Einzelheiten die grossen topographischen Zusammenhänge erschlossen, zu tiefst getrieben von einer leidenschaftlichen Liebe zur Bergwelt.

Als Melchior Ulrich am 23. Juli 1893 im patriarchalischen Alter von 91 Jahren starb, ging mit ihm ein Alpenpionier im wahren Sinne dahin.Paul Sieber GOTTLIEB STUDER ( 1804-1890 ) Der am 5. August 1804 in Langnau ( Bern ) als Sohn des dortigen Amtsschreibers Sigmund Gottlieb Studer geborene Gottlieb Studer entstammte einer alten Berner Bürgerfamilie, die in seinem Onkel Samuel einen Glazialforscher und in seinem Vetter Bernhard einen Alpengeologen und Historiker der schweizerischen Topographie gestellt hat. Sein Vater, bekannt geworden durch sein Berner Panorama von 1788, vererbte ihm das zeichnerische Talent und die Wanderlust. Nach dessen frühen Tode zog die Mutter mit ihren drei Kindern nach Bern. Nach der Schulzeit und einem Welschlandjahr ergriff der 17jährige die väterliche Notariats-Laufbahn. Als Soldat machte er die « Feldzüge » von 1831, 1833 und 1836 der Regenerationszeit mit. Eine Stelle als Sekretär im Jusdz-und Polizeidepartement gab er 1847 wegen Erkrankung auf und wirkte von 1850 bis zu seinem Rücktritt 1866 als Regierungsstatthalter. Von da ab widmete er sich neben gemeinnützigen Werken ausschliesslich der Erforschung der Alpen, seiner eigentlichen Lebensaufgabe.

Seine ersten alpinen Sporen verdiente er sich in den Luzerner, Berner und Freiburger Voralpen. Seinen « Eintritt in die Alpen » vollzog Studer 1825 mit Besteigungen im Gebiet des St.Bernhard. Mit 27 Jahren geht er an höhere Ziele: 1831 mit Hugi zusammen aufs Ewigschneehorn, aufs Kleine Sidelhorn u.a. 1834 dringt er ins Mont Blanc-Gebiet vor und durchwandert die südlichen Monte 89 Rosa-Täler. Und nun folgen sich, mit nur zwei Ausnahmen, die Bergsteiger-Sommer durchgehend bis 1883, also volle 50 Jahre, und bringen eine gewaltige Ausbeute. Das von Studer selber angelegte Verzeichnis aus den Jahren 1823-1883 zählt nicht weniger als 643 Gipfel auf. Seine bergsteigerische Glanzzeit liegt in den Jahren 1839-1876. Mit einer nach unsern Begriffen primitiven Ausrüstung durchwandert der « unglaublich genügsame, bedürfnislose, ungemein ausdauernde und unermüdliche Gänger » nach den Voralpen vor allem die Berner und Walliser, später die Tessiner, Glarner, Urner und Graubündner Alpen. Überall gelingen ihm Erstbesteigungen von Gipfeln und Pässen oder eröffnet er Routen, die bisher nur den Einheimischen bekannt waren. Es treibt ihn auch ins Ausland, in die Grajischen und Dauphiné-, Tiroler und Bayrischen Alpen, ja selbst in die Pyrenäen und nach Norwegen.

Mit seinem Freunde Melchior Ulrich zusammen hat er das meiste zur topographischen, geographischen und alpingeschichtlichen Kenntnis der Schweizer Alpen beigetragen. Er selber galt als deren bester Kenner. Über seine tieferen Beweggründe spricht er sich klar aus. Es sind ihrer drei: Abenteurerlust, Dienst an der Wissenschaft und Aufklärungsarbeit. Als alleiniger « Herr » oder in Begleitung seiner Freunde Hugi, Ulrich, Weilenmann, Lindt, Siegfried u.a. und Gemsjäger, Strahler und Schafhirten als Führer, an vorderster Stelle Johann Madutz und die beiden Johann Weissenfluh Vater und Sohn, kann er nach 60 Bergsteigerjahren auf rund 22 Erstbesteigungen ( darunter Mattwaldhorn, Sustenhorn, Wildhorn, Allalin- und Adlerpass, Monte Leone, Diablerets, Combin de Corbassière, Schwarzberg-Weissthor, Gross Rinderhorn, Ruitor, Studerhorn, Gross Wannehorn, Ofenhorn, Basodino, Campo Tencia und Grandes Rousses ) zurückblicken. Er war kein ehrgeiziger Gipfelstürmer. Der nüchterne Berner fühlt sich stets als Forscher-Pionier, der Rechenschaft abzulegen hat.

Studers alpines Werk umfasst auch 39 Jahre schriftstellerischer Arbeit. Der 40jährige gibt 1844 die « Topographischen Mittheilungen aus dem Alpengebiete » heraus ( Berner Alpen mit Titlis, Fiescher- und Aletschgletscher ). 1849 folgt seine « Karte der südlichen Wallisertäler » 1:100000, die punkto « Genauigkeit und Darstellung höchsten Anforderungen entspricht » ( Ed. Imhof ). 1859 veröffentlicht er mit den Freunden Ulrich und Weilenmann das illustrierte Werk « Berg- und Gletscherfahrten in den Hochalpen der Schweiz », wozu er 6 Erstbesteigungsberichte beisteuert.In die Annalen der alpinen Geschichtsforschung geht er ein mit dem vierbändigen Werk « Über Eis und Schnee » von 1869-1883, einem Quellenwerk ersten Ranges. Weitere Beiträge finden sich verstreut, vor allem im « Jahrbuch » von 1864-1881. Meist sind es Besteigungsberichte, daneben historisch-kritische Abhandlungen.

Studers Stil ist unverwechselbar: Ausgewogen, flüssig, in gewissen Momenten hinreissend beschwingt, stets aus reichem Wortschatz schöpfend. Seine Sprache ist von einprägsamer Bildkraft und Farbigkeit, wie sie diesem ausgesprochenen Augenmenschen entspricht, der im Erleben zugleich auch immer die ganze « Wirklichkeit » einer Landschaft und damit ihr Ganzes erfasst. Diese faszinierende Einheit verleiht seinen Schilderungen klassischen Wert. Studers Sprachkunst entfaltet sich zuhöchst in der Beschreibung von Gipfelpanoramen, in immer neuen Wendungen und Bildformen, so dass sie plastisch vor dem Leser erstehen. Es sind z.T. grandiose Hochgebirgs-schilderungen, von einem dichterischen Schwung und Ethos, in denen Rousseaus Naturgefühl, Schillers Pathos und Byrons Gebirgsromantik nachwirken. Das Gebirge wird ihm zum Symbol höchster Menschheitsideen. Es ist eine Welt, deren Sprache der Donner der Gletscherbrüche ist, dieser « versteinerten Himmelsanwohner, Denksäulen und Zeugen der schaffenden Urkraft », einer Hochregion, « die eine verklärte Majestät umweht » und in der « der Geist frei und leicht, Himmelsluft atmend, dem Throne Gottes näher sich wähnt ».

90 Mehr als der Schriftsteller ist der Panoramenzeichner Studer in weiten Kreisen bekannt Sein berühmtes Mattwaldhornpanorama als « artistische Beilage » zum ersten « Jahrbuch » des SAC von 1864 war zügigste Propaganda für dies junge Unternehmen. Ed. Imhof nennt Studer einen « unerreichten klassischen Panoramenzeichner von fast legendärem Ruf ». Die Zahl seiner Panoramen und Rundsichten aus den Jahren 1833-1881 beträgt über 2000. Dem « Jahrbuch » allein sind 25 Panoramen und Rundsichten, viele in Farbdrucken, beigegeben. Auf jedem Gipfel, auch unter misslichsten Verhältnissen, warf Studer mit leichter Hand eine Skizze hin, die er zu Hause zu einem Werk von oft künstlerischem Rang ausarbeitete. Allen eignen deutliche Profillinien, die die morphologischen Zusammenhänge und die Zugehörigkeit der Gipfel zu einer bestimmten Gebirgsgruppe sauber herausarbeiten und die er minutiös benennt.

Ein Mann wie Studer steht selbstverständlich auch dem SAC bei dessen Geburt zu Gevatter. In seiner Antwort an Simler begrüsste er freudig die Absicht « des schweizerischen Alpen-Vereins », Lagerstätten auf möglichst hohen Standpunkten zu erstellen. Ebenso selbstverständlich anerbot man auch Studer, der einer der Grundpfeiler des schweizerischen Alpinismus war, das Amt des ersten Centralpräsidenten. Studer lehnte dieses « freundlich, aber bestimmt » ab, ebenso 1879 dasjenige des Berner CC-Präsidenten und begnügte sich mit dem Posten eines Vizepräsidenten. Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft kam reichlich spät im Jahre 1884, nachdem der Alpine Club diesen grand old man des Alpinismus als ersten Ausländer bereits 20 Jahre zuvor damit beehrt hatte, der Berliner Touristenclub 1870 und der Club Alpino Italiano 1877 gefolgt waren.

Einer Ehrenpflicht kam auch die Sektion Bern nach, als sie in ihrer Gründungssitzung vom 15.Mai 1863 auf Vorschlag Fellenbergs « mit Akklamation » einstimmig Regierungsstatthalter Studer zum Präsidenten erkor, der als solcher bis 1873 amtete und bei seinem Rücktritt zum « Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit » ernannt wurde. Noch bei Lebzeiten bedachte Studer seine Sektion mit seinem gesamten handschriftlichen Nachlass, der u.a. 18 Bände « Bergreisen » und die in 8 Mappen verwahrten Zeichnungen und Panoramen seines Vaters und die eigenen enthielt: Eine der wertvollsten Quellen des schweizerischen Alpinismus!

Als 65jähriger steht Gottlieb Studer auf dem Gipfel des Mont Blanc und überblickt « von der höchsten Warte der Alpen den Schauplatz seiner Taten », der seine wahre Heimat war, der ihm « Mühen », aber auch « unbeschreibliche Genüsse » geschenkt hatte. Genüsse, die seinem lichten Geiste noch gegenwärtig waren, als sein Augenlicht abnahm, die Gattin ihm nach 50jähriger Ehe-gemeinschaft entrissen wurde und körperliche Beschwerden sich mehrten. Am 14. Dezember 1890 ist er friedlich entschlafen, und über dem Grabe des Mannes, der Eis und Schnee so sehr geliebt hat, fielen leise Schneeflocken. Zwei Blöcke aus Granit und Gneis, bei Interlaken und an Berns Stadtrand, geben seinen Namen an die kommenden Geschlechter weiter.Paul Sieber

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