Hütten mit Charme für uns alle

Die Bergsteigerpioniere des 19. Jahrhunderts waren unwahrscheinlich ausdauernde Geher. Sie bestiegen die Gipfel, indem sie in der Nacht von ihrer Herberge im Tal aufbrachen und erst in der folgenden Nacht dorthin zurückkehrten. Glücklicherweise haben die alpinen Vereine und insbesondere der SAC für heutige Generationen, die weniger zäh sind und/oder weniger Zeit zur Verfügung haben, in der Zwischenzeit ein Netz von Hütten und Biwaks errichtet und zur Verfügung gestellt. Dank diesen können lange Touren aufgeteilt werden. Von Hütten mit spartanischer Einrichtung haben sie sich allmählich zu Unterkünften gewandelt, deren Komfort man früher nur im Tal fand. Man kann dies bedauern oder davon profitieren. Diese Entwicklung hat zu einer regelrechten Debatte geführt: Muss man die Berge vor der « Agression » jener schützen, die wir einmal Spiesser nannten, oder müssen wir die Berge für alle zugänglicher machen? Die Erreichbarkeit unserer Hütten, ihr Komfort, der gute Empfang und manchmal auch die gute Küche kommen heute den Alpinisten zugute. Warum sollen die anderen Bergliebhaber nicht auch davon profitieren? Sicher, die Priorität gehört nach wie vor jenen, die in der nächsten Nacht zu einer hochalpinen Tour aufbrechen. Aber unsere Hütten sind auch für jene bestimmt, die zur Entdeckung dieser « Eingangstore zum Hochgebirge » hierher kommen. Heute, mit meinen 73 Jahren, ist ein Hüttenaufstieg zum Ziel selbst geworden; warum sollte ich mich also beklagen, wenn diese Ziele neben ihrem Nutzen auch Charme bieten? a Guy J. Mar tens, Alsemberg ( B)/ü

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