​Hunger auf Elektrizität

Zum Leserbrief Früher Widerstand gegen die Wasserkraft im Urserental, «Die Alpen» 02/2021

Beim Lesen des Beitrags könnte man meinen, die Idee für den Staudamm in den Schöllenen sei vom «Zürcher Ingenieur» ausgegangen. Ich habe in den 1960er-Jahren bei diesem Ingenieur meine Lehre absolviert und danach noch einige Zeit bei ihm gearbeitet. Es ist zu bedenken, dass er bei den Centralschweizerischen Kraftwerken (CKW) in Luzern gearbeitet hat. Er war sicher nicht der Umweltzerstörer, wie er im Leserbrief dargestellt wird. In der damaligen Zeit musste wegen der Industrialisierung der Hunger auf Elektrizität gestillt werden. Und so machte er nur seine Arbeit, die ihm aufgetragen worden war. Sicher war der erfolgreiche Widerstand gegen den Stausee aus heutiger Sicht völlig richtig.

Ich denke jedenfalls dankbar an meinen genialen Chef zurück.

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