In den Kreuzbergen

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

H. R. Stadler f, Zürich

Empor! Ich klimme, stetig, Zug um Zug; es bietet Halt der Fels dem Fuss, der Hand, und immer tiefer sinkt die Flucht der Wand, und immer näher kreist der Dohlen Flug.

Ein letzter Aufzug - nichts mehr über mir, nur rings um mich der Tiefe leerer Raum. Kein fremder Laut stört diese Stille hier, fern liegt das Tal wie ein vergessner Traum.

Vor mir von Felsentürmen eine Reih wie starre Finger einer Riesenhand, emporgereckt aus dem versunknen Land, aus einer Zeit, seit Ewigkeit vorbei.

Und Nebelfetzen formen sich - verwehn -und drehn sich um den Fels in irrem Lauf; wie Geister steigen auf sie — nah'n — erstehn, als zöge sie Erinnerung herauf.

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