IQ-Haken sind UIAA-geprüft

Zum Artikel « Gefährlicher Top-Rope-Umlenkhaken », ALPEN 9/99, S. 44/45 Dieser « IQ-Multifunktionshaken » wurde vom weltberühmten österreichischen Kletterer und Fotografen Heinz Zak, in Zusammenarbeit mit J. H. Fink, dipi. Ing., Sicherheitsexperte des OeAV, entwickelt. Hierfür erhielten sie den EYBL-Innovationspreis 1999. Der IQ-Klebehaken ( hernach IQ ) ist nach EN 959, EN 795 und UIAA 123 geprüft und übertrifft die darin festgelegten Anforderungen. Selber habe ich den IQ in der Praxis an mehreren Stellen getestet, sowohl beim Top-Rope-Klettern als auch beim Abseilen. Nie konnte ich einen Seilkrangel feststellen, und darum gehe ich davon aus, dass es sich bei der Darstellung auf dem Foto von Stettier um eine Simulation zur Illustration seiner Behauptungen handelt.

Wichtig ist natürlich, dass der IQ gemäss Anleitung richtig gesetzt ist. Beim Top-Rope-Klettern empfiehlt es sich, als zusätzliche Absicherung eine Express-Schlinge in die dafür vorgesehene Öse zu hängen. Die praktischen Tests des IQ haben folgende Erkenntnisse gebracht:

- Einhängen und Ablassen: Das gefährliche Aus- und Einbinden beim Einfädeln entfällt.

- Eine Setztiefe von 85 mm in kompaktem Fels bei einem Durchmesser von 13 mm ergibt ca. 35 kN, was mehr als ausreichend ist.

- Lange Lebensdauer dank rostfreiem Stahl.

- Beim Abseilen entfällt das mühsame Einziehen in den Ring, was Zeitgewinn und mehr Sicherheit bedeutet.

- Das Seil lässt sich leicht abziehen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich hier um eine echte Innovation im Dienst der Sicherheit der Benutzer handelt. Weil der IQ neu ist, hat er natürlich seine Skeptiker.

Rudolf Büschlen, Steffisburg aber erfüllt werden, damit ein Unfall eintreten könnte:

- Der Kletterer ist die Route nicht im Vorstieg geklettert ( alle möglichen Sicherungspunkte sind somit nicht eingehängt ).

- Obwohl der Kletterer nur diesen einen Sicherungspunkt hat, hängt er keine Expressschlinge in die deutlich erkennbare Öse ein und klettert an einer einzigen Sicherung gesichert weit über dem Boden weiter.

- Der Kletterer muss das Seil verkehrt einhängen.

- Der Kletterer muss quasi auf dem Bauch die Platte herunterrutschen - sobald der Kletterer richtig stürzt bzw. das Gelände steil genug ist, kann der « IQ » nicht ausgehängt werden.

Selbst in nachgestellten, absolut unrealistischen Sturzsituationen ist es mir nicht gelungen, das Seil aus dem « IQ » auszuhängen. Und letztlich, bei allen Wenn und Aber, muss ich einem Kletterer auch eine gewisse Portion von Selbstverantwortung übertragen können. Ohne die werden wir auch in andern Lebensbereichen nicht auskommen. Ich weiss, dass der « IQ » hundertmal mehr Unfälle verhindern als provozieren kann. Es würde mich freuen, wenn dieser Haken zum Einsatz käme.

Heinz Zak, Scharnitz ( A )

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