Jahresbericht der Sektion Uto pro 1916 und 1917

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Dem wiederum zwei Jahre umfassenden Bericht fehlt diesmal die wissenschaftliche Beilage, wegen der Papiernot, wie es heißt. Dagegen hat Dr. C. Täuber von dem Umstand, daß er nach 6 V2Jähriger Präsidentschaft und 13jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand aus diesem zurücktritt, Veranlassung genommen, in einem „ Zum Abschied " überschriebenen Einleitungswort einen Rückblick auf die allgemeine Tätigkeit der Sektion im letzten Septennium zu werfen und einen Ausblick in die Zukunft zu tun. Aus dem ersteren, der ergänzt wird durch die im vorliegenden Jahresberichte eingereihten Spezialberichte über die Sektionstouren, die Bibliothek, die Diapositivsammlung, die Klubhütten etc., ersehen wir, daß die Sektion Uto einen Mitgliederbestand von über 1300 Mann erreicht hat, der ohne den Krieg eine für ältere Mitglieder noch beängstigendere Höhenzahl aufweisen würde; daß das Ideal des Quästors, 10 Fr. Vermögen auf den Kopf seiner Pflegebefohlenen zu besitzen, beinahe erreicht ist; daß neue Satzungen sich eingelebt haben und ein gewisser Turnus in der Leitung der Vereinsgeschäfte, namentlich des Präsidiums, ins Auge gefaßt wird; daß Bibliothek und Diapositivsammlung sich mehren und gedeihen; dafi als praktische Betätigung eine wachsende Zahl von Sektions- und Übungstouren, selbst 1—2wöchige ( 17 im Jahre 1916, 12 im Jahre 1917 ), aufs Programm genommen und durchgeführt werden konnte; daß als theoretische Betätigung neben Vorträgen vor der Sektion und einem größern Publikum, meist mit Projektionen verbunden ( 23 im Jahre 1916, 17 im Jahre 1917 ), auf das in diesem Jahrbuch, vol. LI, pag. 213 und 217/18, besprochene Werk des „ Ratgebers für Bergsteiger " mit berechtigtem Stolze hingewiesen wird, sowie auf die neu eingeführte Jugendorganisation; daß endlich die Geselligkeit, trotz etwelcher Einschränkung der festlichen Anlässe, so wenig gelitten hat, daß die Frage eines eigenen und geeigneten Klublokals dringend geworden ist. Was speziell die Klubhütten: Spannort, Dom, Voralp, Medelser und Cadlimo, betrifft, so konstatiert der oberste Hüttenchef Gustav Kruck, daß ihre Frequenz seit dem Tiefstand von 1915 wieder erfreulich zugenommen hat und daß sie im allgemeinen, abgesehen von den stets wachsenden Schwierigkeiten für die innere Ausstattung, in gutem Zustande sich befinden. Die Vereinahütte „ soll so rasch als möglich veräußert werden, da sie ihrem Charakter als Klubhütte entfremdet ist ". Zu den Zukunftsprojekten von Dr. Täuber: Klubzimmer in schon bestehenden Sennhütten, neues Klublokal, belehrende Vorträge über Neuigkeiten in Ausrüstung, Proviant usw., Freiluftmuseum auf Uto oder Dolder mit antiquierten Sennereigerätschaften, fügt Herr Kruck eine schon fast zur Tatsache gewordene Anregung hinzu: die Albert Heim-Hütte am Winterstock, die, ganz aus Privatmitteln erstellt, „ Ende September 1918 der Sektion als Geschenk opferfreudiger Bergfreunde übergeben werden soll ". Mit Zustimmung Prof. Heims soll sie den Namen eines Veteranen tragen, den wir neben dem gleichaltrigen Prof. Meyer von Knonau immer noch unter den Vortragenden der Sektion Uto in erster Linie finden. Wenn wir zum Schluß noch den 19 Seiten des Doppelberichtes füllenden,, Einzeltourenu von 19Iti und 1917 ( nach Sommer und Winter geschieden ) die Bestätigung eines Satzes von Dr. Täuber entnehmen, daß nämlich „ die Sektion eine stattliche Reihe sehr leistungsfähiger jüngerer Mitglieder gewonnen hat ", so können wir wohl dahin zusammenfassen, daß die „ Uto " eine unserer tüchtigsten Sektionen ist und in fort-schrittlichem Sinne geleitet wird. Sie hat 1917 ein Mitglied im Kriege, drei ( Senn, Seelig und Hurter ) durch Absturz im Gebirge und den bekannten Felix Dänzier durch Krankheit verloren.Redaktion.

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