Jetzt kann der Funke springen

Jetzt sind sie zurück aus Peru, die zehn jungen Alpi-nisten, die während dreier Jahre intensiv und umfassend im klassischen Bergsteigen in anspruchsvollem kombiniertem Gelände ausgebildet worden sind. Das Projekt Leistungsbergsteigen gab zu reden, inner- und ausserhalb des SAC. Die Sinnfrage wurde gestellt, einige monierten, es sei nicht Aufgabe des SAC, Leistungsträger heranzuziehen.

Vergessen wird: Die Teammitglieder wurden vom ersten Moment weg in die Pflicht genommen. So war für jeden Tag Ausbildung ein Beitrag von 60 Franken pro Kopf fällig. Auch für die Expedition nach Peru (vgl. Bericht S. 37) mussten die Teammitglieder selber Mittel suchen. Und sie wurden fündig: Einzelne Sektionen, private Sponsoren, aber auch die öffentliche Hand, etwa der Kanton Neuenburg, haben Beiträge gesprochen.

Weiter mussten sich die Teammitglieder dazu verpflichten, eine Ausbildung zum J+S-Gruppenleiter hinter sich zu bringen, noch bevor sie ins erste Ausbildungscamp ins Aostatal aufbrachen. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Teilnehmer des Förderprojekts Leistungsbergsteigen haben eine Ausbildung genossen und das Material bekommen. Aber gratis gab es nichts. Bis zum Schluss der Ausbildung durchzuhalten, das verlangte Engagement, und das nicht zu knapp. Und das alles war immer mit dem Risiko behaftet, bei der Selektion herauszufallen, es nicht zu schaffen, weil der Einsatz bei der Geldsuche oder die Leistung am Berg nicht stimmte.

Bleibt die Frage nach dem Return on Investment: Was bringt es, wenn sich ein Sportverband wie der SAC mit einem solchen Projekt im High-End-Bereich des Bergsports engagiert? Die Antwort wurde schon 2010 im Ausbildungskonzept gegeben. Gesucht wurden nämlich junge Frauen und Männer, die «das Gelernte auch wieder in ihrer Organisation weitergeben möchten». Es liegt nun an den Sektionen, die Mitglieder des Teams zu engagieren, sie zu Vorträgen einzuladen, aber sie auch als JO-Leiter in die Pflicht zu nehmen. So kann der Funke Leidenschaft fürs Bergsteigen weiterspringen, so kommt etwas zurück.

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