«Kampf um die Bockmattliwände»

«Erzählt man dem zünftigen Bergsteiger etwas vom Wäggital, so rümpft er die Nase.» So beginnt Jakob Krebser den seitenlangen Artikel «Felsfahrten im Wäggital. Der Kampf um die Bockmattliwände», der am 26. September 1947 in der Zeitung Sport erschien. Darin schildert Krebser die ersten Durchsteigungen der Nordwände des Kleinen und des Gros­sen Bockmattliturms am 26. August 1945 bzw. am 28./29. Juni 1947. Den erfolgreichen Durchsteigungen waren jeweils mehrere Versuche vorangegangen. Die «plattengepanzerten Nordwände» sind steil, abweisend und bis 400 Meter hoch, sodass niemand ­einen Durchstieg für möglich hielt, bis eben «junge, extreme Felsgänger prächtige Kletterpfade» entdeckten. Die Nordwand des Grossen Bockmattliturms konnte nur mit einem Seilquergang überwunden werden, den Krebser mit «den ausgesuchten Seilmanövern der Kletterhochschule der Münchner Bergsteiger im Wilden Kaiser» vergleicht.

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