Keine Angst vor der Angst

SAC – Berge bewegen Zeitschrift des Schw eiz er Alpen-Clubs

Die

Alpen

Rivista del Club Alpino Svizz er o

Alpi

Rev aisa dal Club Alpin Svizz er

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Revue du Club Alpin Suisse

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Foto: Sailendra Kharel

Keine Angst vor der Angst

Kein angenehmes Gefühl, die Angst: Schweisshände, Atemnot und ein Sturm im Kopf sind nur einige ihrer Symptome. Es gibt wohl wenig Berggänger, die sie unterwegs nicht schon einmal gepackt hat.

Die Angst kann einen auch ohne akute Lebensgefahr befallen und einem die Freude am Draus-sensein ziemlich vergällen. Zum Beispiel auf einem Gratweg, dessen deutliche, aber schmale Spur keine besonderen technischen Fertigkeiten verlangt. Plötzlich scheint der Weg übermässig gefährlich – umkehren ist oft der einzige Ausweg. Oder beim Klettern im Vorstieg: Zuweilen zittern die Knie schon einen halben Meter über dem letzten Sicherungspunkt. Die Angst übertrifft da die reale Gefahr bei weitem, Spass macht das Klettern so nicht. Die Kletterlegende Wolfgang Güllich hat zumindest für diese Situation eine Hilfe parat: Angst komme in Wellen, und Wellen würden auch wieder vorbeigehen, soll er einmal herausgefunden haben.

Angst kann sich aber auch in eine stete, lauernde Furcht verwandeln, zum Beispiel in eine Höhenangst. Menschen, die an ihr leiden, nehmen sie oft als Schicksal hin. Inzwischen gibt es jedoch neue Therapieansätze ( S. 24 ). Dabei zeigt sich, dass die Ursachen der Angst auch ganz woanders liegen können, als es zunächst scheint. Begegnungen mit der Angst sind immer Begegnungen mit sich selbst. Es lohnt sich darum so oder so, in Ruhe über die eigenen Ängste zu sinnieren: Je besser man sie und ihre Ursachen kennt, desto weniger Kraft haben sie – und die Freude an den Bergen ist umso grösser.

Alexandra Rozkosny

BESUCH BEIM PLATZHIRSCH

Konkurrenzlos erhebt er sich über der Poebene: Der Monviso an der Grenze zu Frankreich und mitten im Piemont lockt mit wilden, einsamen Wanderungen und einer geschichtsträchtigen Vergangenheit.

VIEL BEWEGUNG IM HIMALAYA

Nepal hat ein turbulentes Jahr hinter sich: Die Maoisten haben die Macht im Bergstaat übernommen, was auch Konsequenzen für den Bergtourismus hat. Aber nicht nur die Politik bewegte, sondern auch die Berge: Der Everest war mit fast 600 Besteigungen im Jahr 2007 der Renner ( ab S. 30 ).

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