Komfort und SAC-Hütten

Seit einem Jahr bemüht sich die Hüttenkommission um eine bessere Vermarktung der Hütten. Zu ihrer Unterstützung wurde auf der Geschäftsstelle in Bern eine zusätzliche Stelle bewilligt. Auch in den Medien wurde dieses Thema mehrmals behandelt, wobei u.a. auf die baulichen Schwierigkeiten in der Höhe hingewiesen wurde. So weit – so gut. Was mir aber bei diesen Ausführungen missfällt, ist der wiederholte Hinweis auf den ungenügenden Komfort. Da stellt sich zwingend die Frage, welchen Standard unsere Hütten bieten müssen. Beispiele: kleinere Schlafräume, Duvets statt Wolldecken, Duschen oder Ganz-körperwaschkabinen, syphonierte WC-Schüsseln anstelle von Plumpsklos, Kleidertrocknerraum, geheizte Aufenthaltsräume usw. Zu jedem Punkt liesse sich das Für und Wider begründen. Hier nur einige grundsätzliche Fakten zu einer Beurteilung: Der Wasserbedarf steigt zwangsläufig bei komfortablerer Ausstattung, ebenso der Energiebedarf. Komplexe technische Einrichtungen verlangen Wartung und Abschreibung. Und nicht zu vergessen die höheren Kosten: Können wir die höheren Bau-und Betriebskosten auf die Besucher ab-wälzen? Ich glaube kaum, denn die heutigen Taxen, insbesondere für Nichtmitglieder, haben die Schmerzgrenze erreicht. Bei vielen Hütten besteht zudem Konkurrenz durch tiefer angesiedelte Unterkünfte, die günstigere Tarife mit mehr Komfort anbieten. Bei der Finanzierung ist zu berücksichtigen, dass wir in den nächsten Jahren ohnehin hohe Kosten für die Sanierung von WC-An-lagen und die Entsorgung zu verkraften haben. a

Luciano Pellegrini, ehem. Hüttenchef Sektion Uto Fo to :A rc hi v Jür g M ey er

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