Le Giétro vor 200 Jahren

Am 16. Juni gedenkt die Gemeinde Bagnes des Giétro-Unglückes. Vor 200 Jahren hatte ­abgebrochenes Eis des Giétro-Gletschers die Drance de Bagnes gestaut. Am 16. Juni 1818 gab der Eisdamm plötzlich nach. Rund 20 Millionen Kubikmeter Wasser ergossen sich ins Tal, töteten 44 Menschen und zerstörten Dörfer und Felder.

Vom 14. bis zum 17. Juni finden verschiedene Anlässe zum Thema statt. An einem Sympo­sium werden Historiker, Geologen und ­Glaziologen den aktuellen Wissensstand über die Katastrophe zusammentragen und über die Risiken diskutieren, die von Gletschern ausgehen. Das Dokudrama 1818, das die Katastrophe nachzeichnet, wird in Le Châble zum ersten Mal gezeigt. Parallel dazu gibt es eine Ausstellung, die das Ereignis aus heutiger Sicht beleuchtet, und ein Buch, das versucht, die menschliche Dimension der Geschichte aufzuarbeiten. Aus­serdem sind an wichtigen Schauplätzen des Unglücks Animationen ­geplant. Die offiziellen Feierlichkeiten finden in Mauvoisin statt. «Die Alpen» werden in der Oktoberausgabe berichten. Mehr Infos und das komplette Programm auf www.gietro1818.ch.

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