Luigi Lavizzari (1814-1875)

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Luigi Lavizzari ( 1814-1875 ) Das für den SAC so bedeutsame Jahr 1863 hat auch den Tessiner Natur- und Bergfreunden ein Geschenk gebracht: die Ausgabe der « Exkursionen im Tessin », verfasst von dem vielseitigen Naturforscher aus Mendrisio, Luigi Lavizzari. Im Vorwort seines Werkes bemerkte er:

« Beim Beschreiben der einzelnen Teile des tessinischen Hoheitsgebietes habe ich es nicht unterlassen, die wundervollen Rundsichten aufzuzeigen, die von den Gipfeln unserer Berge zu geniessen sind. Weiter habe ich die Wege und Pfade angegeben, die zu diesen Höhen führen, und habe die Marschzeiten sowie die Höhenquoten der Berge, Seen und Wohnzonen zugesetzt. » Dieser erste « Führer » durch die Tessiner Alpen blieb bis zum Jahre 1932, als die Übersetzung des deutschsprachig verfassten SAC-Führers erschien, einziges Quellenwerk für die wanderlustigen Bergsteiger italienischer Zunge. In Anerkennung der Verdienste, die Lavizzari mit seinem Werk der Anbahnung des Bergsteigens im Tessin geleistet hat, ist das im Jahr 1887 erschienene erste « Jahrbuch des Tessiner Alpenclubs » seinem Gedenken gewidmet worden.

Der hauptsächlichste Vorzug der « Exkursionen im Tessin » liegt darin, dass die geologischen, botanischen und mineralogischen Ausführungen in allgemeinverständlicher Sprache, häufig sogar mit einem Anflug poetischer Begeisterung, geschrieben sind. Dass sich Lavizzari mit der höchsten Gletschertouren im Berner Oberland, während ihn nachher vornehmlich das Bündnerland ( Ber-nina- und Adula-Massiv ) und das angrenzende Tirol ( Ötztaler Alpen ) in ihren Bann zogen. Viele seiner Bergtouren hat er als äusserst vorsichtiger Alleingänger unternommen und gewann dadurch weitherum grosses Ansehen. Zweifelsohne zählen seine Wanderungen und Erstbesteigungen während des Jahres 1859 im Adula-Massiv ( Erstbesteigung des Güferhorns, zweite Begehung des Rheinwaldhorns nach Pater Placidus a Spescha 1789 ) zu seinen kühnsten Fahrten, und es erscheint, wie er selbst zugab, fast als ein Wunder, dass er dabei weitgehend von Unfällen verschont blieb. Späterhin unternahm Weilenmann jahrelang verschiedene alpine Begehungen und Erstbesteigungen, z.B. Crast'aguzza und Piz Buin, mit dem Gemsjäger und Hirten Franz Pöll aus Mathon im Paznauntal.

Um die Gründung des SAC hat sich Weilenmann ausserordentlich verdient gemacht, indem er, u.a. nach dem von seinem Freunde Th.Simler erlassenen Kreisschreiben, die erste kantonale Interessentenliste ( St. Gallen ) einreichte. 1886 verlieh ihm der SAC für seine alpinen Leistungen die Ehrenmitgliedschaft. Grösstes Ansehen verdankt er auch seinem Schrifttum, vor allem der dreibändigen Sammlung seiner Fahrtberichte « Aus der Firnenwelt » ( Leipzig 1872-1877 ). Am B. Juni 1896 ist Weilenmann in St. Gallen gestorben,Paul Schock

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