Mein treuer Kamerad

Haben Sie sich gerade einen Welpen angeschafft, oder besitzen Sie bereits einen Hund? Und haben Sie die Absicht, mit ihm in den Bergen etwas Neues zu erleben? Dann kann ich Sie dazu nur motivieren. Mit seinem treuen Freund in den Bergen unterwegs zu sein, ist immer wieder ein Erlebnis. Dank seinen überdurchschnittlichen Sinnesorganen erkennt und lokalisiert der Hund zum Beispiel Wildtiere, die wir Menschen allein gar nicht zu Gesicht bekämen.

Es gibt aber auch negative Erlebnisse. Damit es nicht so weit kommt, ist es wichtig, sich mit seinem Hund an ­gewisse Regeln zu halten. Respekt gegenüber der Umwelt und gegenüber Wildtieren, Flora, Fauna und den Mitmenschen gehören in den Bergen genauso dazu wie im Dorf oder in der Stadt. Begegnungen mit Wanderern, Bergsteigern und Mountainbikern können ohne Ärger und Konflikte gelassen stattfinden. Rufen Sie doch einfach Ihren Hund zurück – und ein freundliches Lächeln auf dem Gesicht, ein höfliches «guot Tag» auf den Lippen machen aus einer Begegnung ein positives Erlebnis. Auch die Alpwirtschaft, das Vieh und die Schafe sind ­Ihnen dankbar, wenn sie von Ihrem Hund in Ruhe ge­lassen werden. Ich sage meinem Hund bei Begegnungen mit Wildtieren, Vieh, Schafen oder Ziegen immer ­dasselbe: «Nur luogä, si lou»; «nur schauen, sein lassen.» Es funktioniert tipptopp.

Auch in der Berghütte ist Rücksicht der Schlüssel zum positiven Erlebnis. Wenn ich Kenntnis davon habe, dass mein treuer Kamerad in der Hütte nicht allein sein kann, weiche ich auf andere Übernachtungsmöglichkeiten aus. Wenn ein Hund die ganze Nacht bellt und winselt, gefällt das niemandem. Ersparen Sie sich das, Ihnen und Ihrem Hund zuliebe. Es gibt viele Hotels in den Bergen, in denen Hunde herzlich willkommen sind.

Stress haben wir im Alltag schon genug. Wer mit Respekt und einer guten Vorbereitung mit seinem Hund unterwegs ist, kann in der Bergwelt wunderbare Tage erleben.

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