Neue Beiträge zum Walliserführer

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a ) Britanniahütte, Zugang von Zermeiggern ( Almagell ).

Von Almagell kommend überschreitet man die erste Brücke der Saaser-Visp, die zu den Häusern von Zermeiggern hinüber führt. Man läßt aber die Häuser rechts liegen und geht geradeaus, die südliche Richtung beibehaltend, links, dicht neben der Kapelle vorbei durch die Wiese, einem Wässerungsgraben entlang. Da, wo rechts die Einfassungsmauern der Zermeigger Talwiesen aufhören, steigt man ( südwestlich ) einen hier sichtbar werdenden Fußweg hinan, auf dem man den aus dem Meiggertal herabstürzenden Bach durchquert. Einen, jenseits dieses Baches links abzweigenden Pfad läßt man liegen und steigt, der rechts in die Höhe führenden Wegspur folgend, gegen die ersten Felsen an. Die Wegspur führt zu einer Runse, durch die man die Felsen leicht überwindet und die Rasenhänge oberhalb denselben erreicht. Von hier geht man zunächst in südlicher Richtung aufsteigend weiter, wendet sich dann aber bald und steigt, immer in Kehren über die zwischen dem Meigger- und Plattbach liegenden steilen Grashänge hinauf. Die Wegspuren verlieren sich in den Grashängen, nachdem man das erste Felsband überwunden hat, werden aber von Zeit zu Zeit, besonders da, wo die die Schafweiden durchziehenden Felsen umgangen oder durch Runsen überwunden werden können, als Schaffährten wieder sichtbar. Den Meiggerbach überschreitet man nicht mehr und den Plattbach erst hoch oben in der Gegend der Vegetationsgrenze, südöstlich unterhalb von P. 2877 Siegfr. ( 2 */a his 3 Stunden von der Kirche von Almagell ). Zwischen den mit weichem Moos bedeckten Steinen am unteren Ende der Kessjen rinnt gutes Trinkwasser. Von hier aus strebt man der hoch aufgetürmten Moräne des Kessjengletschers zu, auf der die Spur des vom Plattje heran-führenden HttttenwegesVergl. Clubführer durch die Walliser-Alpen, Band III b. 1916. Seite IV, b. ) einmündet, und über den man den Kessjengletscher erreicht. Über die Böschung desselben gegen die Höhenkurven 3000 m ansteigend wendet man sich südlich der nun sichtbar werdenden Hütte zu ( 1 Stunde ).

b ) Zugang zum Schwarzenberg-Weisstor von der Britanniahütte.

Im Clubführer durch die Walliser-Alpen Bd. Ili a. ( Vom Theodulpaß bis zum Schwarzenberg-Weißtor ) von Dr. H. Dübi, 1916, findet sich Seite 177 oben eine persönliche Anmerkung des Verfassers in bezug auf die Route Schwarzenberg- oder Mattmark-Weißtor wie folgt: „ ( Nach meiner Überzeugung sollte es möglich sein, von der Britanniahütte aus den Punkt auf der linken Seitenmoräne des Schwarzenberggletschers, von wo man sich links, südlich, wendend zum östlichen Endpunkt der Arête Blanche aufsteigt, in nicht viel mehr Zeit als vom Hotel Mattmark aus, das bedeutend tiefer liegt, zu erreichen. Man müßte zu diesem Zwecke, nachdem man den Hohlaub- und Allalingletscher gequert hat, zwischen dem Fluchthorn und dem Inneren Turm den vom Strahlhorn kommenden Grat übersteigen und über den „ Hangendgletscher " zu P. 2963 hinabsteigen. Diese neue „ High Level-Route " von Saas-Fee nach Zermatt ist meines Wissens noch nicht erprobt, verdient aber Beachtung. ) " Hierzu kann ich folgendes mitteilen, im Hinblick darauf, daß das Neue an der vorgeschlagenen Route die Strecke vom Allalingletscher auf den Paßweg längs der linken Moräne des Schwarzenberggletschers, bzw. zum P. 2963 ist.

Als mein Freund Willi. Mayer und der Unterzeichnete mit Führer Adolf Andenmatten im September 1913 von Almagell durch das Meiggertäli und die Kessjen zur Britaimiahiitte gekommen waren, wurde uns der beabsichtigte Abstieg nach dem Schwarzenbcrggletscher von anderen anwesenden Führern so nachdrücklich abgeraten, daß wir damals unser Vorhaben nicht ausführten. Glücklicher waren wir dann 1916, wo Unbeteiligte sich in unsere Angelegenheiten nicht einmischen konnten, so daß der damals beabsichtigte Abstieg ausgeführt wurde.

Wir befanden uns — der Unterzeichnete mit seinen beiden Töchtern und den Führern Adolf Andenmatten und Peter Joseph Burgener — am 9. August 1916 auf dem Rückwege vom Strahlhorn, den wir, unterhalb der Adlerpaßhöhe uns rechts haltend, unter den Eisabstürzen des Fluchthorns entlang und auf den sich vom Fluchthorn auf den Allalingletscher senkenden Grat haltend wählten. Wir bestiegen auch den Grat dort, wo er den Hangendgletscher vom Allalingletscher trennt. Er besteht daselbst aus groben und mittelgroben, scharfkantigen und plattigen, sehr locker gelagerten Steinen, die bei jedem Schritt an den sehr steilen Gratflanken n Bewegung geraten. Wir stiegen deshalb wieder die etwa 15 m auf den^ Allalingletscher hinunter, um einen etwas weiter nordöstlich ( nahe südwestlich vom Inneren Turm ) befindlichen Schneesattel, der die beiden Gletscher verbindet und einen glatten Übergang gestattet, zu benutzen. Etwa in halber Länge des Hangend-gletschers betraten wir einen kleinen apern Hügel am linken Ufer desselben und stiegen von da aus über Schutt und niedere Felsköpfe leicht bis unter die Gletscherzunge hinab. Beim Überschreiten des Baches hierselbst in südwestlicher Richtung st Vorsicht wegen Steinschlag geboten. Über eine lange, steil abfallende Schutthalde erreicht man den Paßweg, der von Mattmark zum P. 2963 führt, etwa in der Mitte zwischen P. 2701 und dem vorgenannten Punkte. Zeit vom Sattel zirka %/a Stunde.Dr. Fr. Kling elftiß-Scheffer ( Sektion Oberhasli ).

Berichtigung.

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