«Olympische» Griffe?

Auf höchstem Niveau sind Griffe viel mehr als nur Kunststoffteile. Vor allem wenn es um die Olympischen Spiele geht.

Nein, ein Griff ist nicht auf seine Farbe beschränkt. Zumindest nicht für professionelle Kletterer. Auf hohem Niveau steckt der Teufel im Detail. Form und Textur variieren von Hersteller zu Hersteller, und jeder Athlet hat seine eigenen Vorlieben. Hanspeter Sigrist, Bereichsleiter Swiss Climbing, ist der Meinung, dass eine gute Kenntnis des Griffangebots zwingend ist, um im Spitzensportklettern wettbewerbsfähig zu bleiben. «Eine Route ist einfacher zu lesen, wenn man ihre Griffe kennt. Und was wir kennen, erhöht unser Vertrauen», sagt er. So erstaunt es nicht, dass die Wahl der Griffe bereits im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokio heiss diskutiert wird. Soll man einen oder mehrere Hersteller berücksichtigen? Wäre es die Gelegenheit, «olympische» Griffe zu kreieren? Sollte die Auswahl den Athleten im Voraus bekannt sein? «Die Chancengleichheit wird entscheidend sein», so Sigrist. Er findet, dass die Wahl aus einer breiten Palette von Produkten mehrerer Hersteller getroffen und die Produkte den Athleten vor den Spielen bekannt gemacht werden sollten. An den Weltmeisterschaften 2019 werden wohl erste Entscheide gefällt sein.

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