Penck und Brückner: Die Alpen im Eiszeitalter

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In einem vorsichtigerweise nicht datierten Blatte, das dieser Lieferung vorgesetzt ist, erklären die beiden Herausgeber, nachdem sie die unliebsame Verzögerung in der Herausgabe der „ Alpen im Eiszeitalter " durch ihre vielfältige anderweitige Inanspruchnahme entschuldigt haben, daß „ 1907 das ganze Werk im Umfang von 10 Lieferungen vollendet vorliegen soll ". Nun ist mir bis Mitte April 1908 keine weitere Lieferung zugegangen, so daß ich eine weitere Verzögerung des Abschlusses annehmen muß. Unterdessen ist Prof. Brückner von Halle a/S. nach Wien versetzt worden und hat dort, wie er mir letzten Sommer gelegentlich sagte, wieder alle Hände voll zu tun bekommen, worunter sichtlich die Neubearbeitung der „ Alpen im Eiszeitalter " wieder gelitten hat. Bismarck hat einmal von der deutschen Diplomatie ( nicht zu ihrem Lobe ) gesagt, sie sei ein Gewerbe, das im Umherziehen ausgeübt werde. Er wollte damit wohl andeuten, daß rasche Förderung einer delikaten Arbeit durch häufige Versetzungen der arbeitenden Kräfte gestört werde. Das ist auch bei diesem Unternehmen der Fall, über das wir immerhin hoffen, nächstes Jahr ein abschließendes Urteil abgeben zu können. Für jetzt können wir. den Inhalt der 8. Lieferung nur andeuten. Es hat darin nur Prof. Penck das Wort. Er bringt zuerst den Abschnitt „ Die insubrischen Gletscher ", im Bereich der heutigen Seen von Orta, Maggiore, Lugano, Como und Iseo zu Ende, geht dann mit Kapitel IV zum „ Ogliogletscher und seinen Nachbarn " über, bespricht in Kapitel V den „ Etschgletscher ", in Kapitel VI das „ Moränenamphitheater des Etschgletschers und seine Nachbarn " und in Kapitel VII die „ Übertiefung des Etschgletschers ". Gang und Methode der Untersuchung sind die gleichen, wie ich sie in den früheren Besprechungen geschildert habe, und für einen Nichtfachmann belehrende Einzelheiten habe ich diesmal nicht zu erwähnen. Möge das Werk bald zu gutem Ende kommen!

Redaktion.

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