Politische Karte von Europa

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Die alpine Kartographie, die offizielle sowohl wie die private, ist, seitdem ich zuletzt in diesem Jahrbuch ( vol. LI, pag. 211/2 und 219 ) über bezügliche Bestrebungen berichtet habe, ganz ins Stocken gekommen. Anderseits ist an Kriegs-karten und solchen mit Zukunftsplänen vom „ Neuen Europa " kein Mangel; um so weniger, als diese Hefte immer wieder revidiert werden müssen. Daher mag es angemessen sein, den Leser auf ein wohlfeiles und in handlichem Format, 58 X 48 cm gefalzt, vorliegendes Hülfsmittel zur Verfolgung der weltgeschichtlichen Vorgänge hinzuweisen, das den Versuch macht, die politische Gliederung unseres Erdteils durch geschickt gewählte Farbentöne im Status quo ante festzuhalten und zur Darstellung zu bringen. Das ist in der Tat lehrreich und die Ausführung ist wirklich präzis und klar. Es ist vermieden, durch grelles Nebeneinandersetzen abstechender Töne die Landesgrenzen allzu schroff und für das Auge beleidigend hervorzuheben. Gelegentlich ist diese Diskretion etwas weit getrieben. Der grünen Farbe nach neigt Italien eher zum Dreibund, beziehungsweise zu Österreich, während die ganze Schweiz, nicht nur der Westen, von dem französischen Lila kaum zu trennen ist. Aber auch auf dieser Karte sehen wir mit Beklemmung, wie eng eingeschnürt wir sind. Gott bessere esRedaktion.

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