Schnarchen nervt

Foto: O liv er Stebler

Schnarchen nervt

Wenn Sie schon einmal eine Nacht in

einer Hütte verbracht haben, haben Sie sicher verschiedene Erinnerungen daran. Vielleicht auch die, dass Sie kaum geschlafen haben, weil einer Ihrer Zimmergenossen geschnarcht hat. Laut Statistik schnarchen 20 bis 40% der Bevölkerung. Die Chance ist daher gross, dass Sie in einem Hüttenschlafraum auf jemand stossen, der ( oder die ) die halbe Nacht Holz sägt.

Ich habe die schmerzhafte Erfahrung selber gemacht. Ich sage nicht, wer das war, aber in jener Nacht kam ich nur zu wenig Schlaf und Erholung. Ich probierte die Pfeiftechnik, die mir Louis de Funès in einem seiner Kultfi lme so herrlich komisch beigebracht hat. Erfolglos. Ich übte mich in Geduld, hoffend, dass der ( oder die ) an meiner Schlafl osigkeit Schuldige endlich des Schnarchens überdrüssig werde. Das Gegenteil war der Fall, das Geräusch wurde immer lauter, und ich begann innerlich zu kochen, weil mir bewusst wurde, wie die kostbaren Schlafstunden immer weniger wurden. Das Scharchgeräusch kann eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel erreichen, wie in unserem Artikel auf Seite 30 zu lesen ist. Schwierig also, den Lärm einfach zu ignorieren.

Auch mein Freund neigt manchmal zum Schnarchen. Wenn dies vorkommt, habe ich eine patente Technik: Ich schüttle ihn, er dreht sich um, brummelt etwas, und bevor er das Schnarchkon-zert wieder aufnimmt, gelingt es mir einzuschlafen. Aber in einer Hütte ist das etwas schwieriger, denn der hartnäckige Schnarcher ist nicht unbedingt der Schläfer nebenan. Und auch wenn er es wäre, ich würde es nicht wagen, ihn zu schütteln, selbst wenn das ja nur legitime Notwehr wäre.

Gegen die Plage in den Schlafräumen kann man nicht viel unternehmen. Wenn Sie können, teilen Sie Ihren Schlafsaal mit Leuten, deren nächtliche Gewohnheiten Sie kennen, und gehen Sie jenen aus dem Weg, die dem Alkohol zugesprochen haben, denn dieser erhöht das Schnarchrisiko. Und wenn Sie tatsächlich kein Auge zumachen können, träumen Sie von einem perfekten Ort, friedlich, ruhig und komfortabel … wie Ihr eigenes, gemütliches Bett. Pascale Stehlin Redaktorin

EDITORIAL

Foto: Jör g Rüetschi In der Schweiz kriechen rund 250 verschiedene Schneckenarten herum. Dass es einige von ihnen bis hinauf auf 3000 Meter Höhe schaffen, wissen aber nicht viele. Denn je höher, desto kleiner werden die zähen Bergsteiger. seite 26

Langsam, aber zäh

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