Ski, Jahrbuch des Schweizerischen Ski-Verbandes

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Die üblichen Tourenberichte sind diesmal die folgenden: „ Eine Ortler-Rundtour ", von K. Steiner, „ De Bourg-St. Pierre à Zermatt ", par Marcel Kurz, „ Skitouren im Saas Fee-Gebiet ", von Oskar Supersaxo, während ich nachgenannte drei Artikel die originellen Aufsätze des Jahrganges nennen möchte: „ Ostertage in Norwegen ", von Hans Beat Wieland, „ Ein Alpenpaß auf Ski ", von A. Conan Doyle, und „ Über Schneeformen im Hochgebirge " von Aug. Mottet.

Daß der Maler Hans Beat Wieland außer dem Pinsel auch die Feder zu führen versteht, wissen die Leser des letztjährigen Jahrganges des „ Ski ". Nicht in außerordentlichen touristischen Leistungen liegt das Interesse dieser Aufsätze, sondern in der prächtigen Kunst, zu schildern, vermehrt natürlich durch das Fremdartige, Sehn-suchterregende jener stillen Fjordlandschaft.Ein Alpenpaß auf Ski " ist die Schilderung einer denkwürdigen Skireise von Davos nach Arosa über die Mayen-felder-Furka, welche der bekannte englische Schriftsteller Conan Doyle im Jahre 1893 mit den Gebrüdern Branger von Davos unternommen hat. Der Aufsatz, voll feinen Humors und zugleich ein interessantes Dokument aus den Anfängen des Skilaufs in der Schweiz, erschien 1893 im Strand Magazine. Man muß dem Redaktor für die Wahl sowohl, wie für seine vorzügliche Übersetzung dankbar sein.End-lich bringt Aug. Mottet interessante Beobachtungen über die Schneeformen im Hochgebirge. Für manchen Skiläufer existiert der Schnee nur, um darauf herumzufahren; er ist entweder wundervoll oder abscheulichPulverschnee, Harstschnee, Pappschnee was geht darüber hinaus der Schnee ihn an! Aug. Mottet macht sich die Sache nicht so leicht. Er forscht in seinem Essai über Schneeformen den sie bedingenden Ursachen nach, dem Wind, welcher den Schnee zu Tafeln fegt, der Sonne, die ihn aushöhlt, durchlöchert, dem Frost, welcher ihn zu Blumen formt. Es war einem John Tyndall nicht zu gering, jahrelang Schnee- und Eisformen zu studieren, und auch wir Modernen brauchen uns nicht zu schämen, uns hie und da auf die mehr kontemplativen Werte einer Winterwanderung zu besinnen.

Hans Dübi ( Sektion Bern ).

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