Soloklettern?

Zu « Seilfrei durch Excalibur » und « Soloklettern provoziert », ALPEN 2/2005 Wir, die Klettergruppe der SAC-Sektion Brugg, haben intensiv über die Artikel « Seilfrei durch Excalibur » und « Soloklettern provoziert » diskutiert. Fazit: Wenn einer sein Leben aufs Spiel setzt und andere dabei nicht gefährdet, so ist dies seine Sache. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und kann mit seinem Leben machen, was er will. Wir finden es aber völlig daneben, dass in unserer Zeitschrift ein derart breiter Raum für Adrenalin-Junkies bereitgestellt wird. Ein kleiner Hinweis auf die Solobegehung, ohne Namensnennung und ohne Bilder, hätte vollauf genügt. Wir brauchen kein Spektakel und keinen Perso-nenkult in unserer herrlichen Bergwelt. Bergsteigen ist ein Kameradschafts-sport, wo Ziele in gemeinsamer Anstrengung und im Vertrauen auf den Partner erreicht werden. Risiken sind zwar nicht auszuschliessen, aber sie können durch Ausbildung, Erfahrung und gemeinsames vernünftiges Handeln auf ein erträgliches Mass reduziert werden. Wir hoffen, dass sich die Redaktion unserer Zeitschrift nicht noch so einen « Ausrutscher » leistet. a Herber t Schattner, Unterehrendingen

Feedback