Stopp Heliskiing im Weltnaturerbe Aletsch

Das Jahr 2002 wurde von den Vereinigten Nationen zum « Internationalen Jahr der Berge » und zum « Internationalen Jahr des Ökotourismus » ausgerufen. Fast gleichzeitig erklärte die UNESCO das Gebiet Jungfrau–Aletsch–Bietschhorn zum Weltnaturerbe. Ein Weltnaturerbe notabene, in dem sich nach wie vor 3 Gebirgslandeplätze für das Heliskiing und Alpenrundflüge befinden.

Auf den drei Gebirgslandeplätzen Jungfraujoch, Ebnefluh und Langgletscher wurden laut Bundesamt für Zivilluftfahrt ( BAZL ) im Jahr 2000 1478 Flug-bewegungen gezählt. Bei der geplanten Westerweiterung des Weltnaturerbes käme zudem auch der Gebirgslandeplatz Petersgrat mit zusätzlich 1000 Flugbewe-gungen ins UNESCO-Weltnaturerbe zu liegen. Heliskiing und Helikopterflüge zu touristischen Zwecken sind eine unnötige Belastung der Bergwelt. Bergdörfer und Kurorte verlieren an Lebens- und Erholungsqualität durch zusätzlichen Lärm und Gestank. Berggänger/innen werden durch den Fluglärm massiv gestört, das Wild verängstigt.

Aus diesem Grund organisierte die Alpenschutzbewegung Mountain Wilderness im April 2002 Protestkundgebun-gen auf dem Jungfraujoch, der 3962 m hohen Ebnefluh und dem Langgletscher. Dabei wurde bei den Bergsteiger/innen, die die Ebnefluh bestiegen, Unterschriften für eine Petition an Bundesrat M. Leuenberger gesammelt, die verlangt, dass der Bundesrat im « Internationalen Jahr der Berge » ein Zeichen setzt und die drei Gebirgslandeplätze aufhebt. a

Rolf Meier, Vorstandsmitglied Mountain Wilderness

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