UNO-Jahr des Sports 2005

SAC · Verantwortungsbewusster Alpinismus Zeitschrift des Schw eiz er Alpen-Clubs

Die

Alpen

Rivista del Club Alpino Svizz er o

Alpi

Rev aisa dal Club Alpin Svizz er

s Alps

Revue du Club Alpin Suisse

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VALLE MAGGIA – VON OBEN GESEHEN

Das Valle Maggia mit seinen faszinierenden Landschaften voll aussergewöhnlicher Spuren alpiner Zivilisation – mit Bildern aus der Luft Foto: Daniel Anker

NEUE SKIGIPFEL ÜBER THUNER- UND BRIENZERSEE

Schnee und Wasser, Berg und See – an den Bergen rund um die Berner Oberländer Seen kann man mit Ski oder Board unterwegs sein und diese Gegensätze samt ihren Gemeinsamkeiten geniessen.

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UNO-Jahr des Sports 2005

Noch immer stutzen wir, wenn unser Verband als Sportverband bezeichnet wird. Warum eigentlich? Mindestens seit der Leistungssport integraler Teil unseres Clubs ist, haben wir uns zu einem in der nationalen Sportszene anerkannten Club entwickelt. Respektiert sind nicht nur die Leistungssport-ler aus unseren Nationalmann-schaften, wahrgenommen werden wir vor allem wegen unserer grossen Anzahl von « Breitensportlern ». Verbände, bei denen man vor allem Mitglied wird, weil man eben « Breitensportler » ist, sind selten. Genau an diesem Punkt wollen wir im UNO-Jahr des Sports 2005 ansetzen. Unsere Hauptaktivitäten wie Bergsteigen, Klettern, Skitouren usw. sind sportliche Tätigkeiten, die Kondition, Kraft, Koordination und vieles mehr erfordern. Je mehr wir davon haben, desto besser und schöner werden unsere Touren.

Wir werden dieses Jahr die konzeptionellen Grundlagen schaffen, um künftig die Sektionen in der sportlichen Ausbildung der Mitglieder zu unterstützen. Mehr Mitglieder sollen motiviert werden, sich zu bewegen und Sport zu treiben, damit wir noch bessere Alpinisten werden, gesünder bleiben und nicht zuletzt auch unserer Jugend ein Vorbild in sportlicher Hinsicht sind. Es gilt auch aufzuzeigen, wie wir alle von den Entwicklungen in den Regionalzentren und im Leistungssport direkt profitieren können.

Unsere Spitzensportler werden dieses Jahr besonders motiviert sein, Spitzenleistungen zu erbringen und dazu beizutragen, unser Image als Verband mit grosser Tradition und gleichzeitiger Offenheit für neue Entwicklungen zu festigen.

Leo Condrau, Ressortchef Leistungssport im ZV

Tourentipp

Proposte di gite

Suggestions de courses

See-Berge

Neue Skigipfel über Thuner- und Brienzersee

Schnee und Wasser, Berg und See haben etwas Gemeinsames, bilden Gegensätze und doch nicht: Schnee, Wasser in anderer Form, ist fester Niederschlag aus meist verzweigten, kleinen Eiskristallen. Die Wasserflä-chen der Schweiz sind das Werk eiszeitlicher Gletscher. Wir stellen ein paar unbekannte « See-Berge » im Berner Oberland vor, wo es sich lohnt, mit Ski oder Snowboard über und durch das weisse Element zu gleiten.

Eiger, Mönch und Jungfrau schauen zu: im Gipfelhang des Cheibenhorns Ziemlich stotzig: das Cheibenhorn vom Hinterstockensee aus Fotos: Daniel Anker Bendicht Marti, der sich Aretius nannte, bestieg als einer der Ersten Stockhorn und Niesen und schrieb darüber einen begeisternden Bericht – im Jahre 1557. Heute sind Stockhorn und Niesen von Bergbahnen erschlossen, Touristen schauen von oben auf die Buchten des Thunersees hinab und blicken über verborgene Täler, in die Alperschliessungs-strassen führen. Im Winter aber ist es still auf dem Niesen, die Bahn fährt offiziell nicht. Diejenige am Stockhorn schon, allerdings dürfen die Skifahrer nur bis in die Mittelstation Chrindi mitkommen. Dort erwartete sie jahrelang der stotzige Skilift am Lasenberg – seit diesem Winter läuft er definitiv nicht mehr. Tourenskifahrer stört diese Unsicherheit nicht stark, sie kleben neben der Skilift-Talstation die Felle auf und machen sich auf die Runde.

« Cheibe schöns » Cheibenhorn

Mit staunenden Augen stehen wir bald im Sattel zwischen Cheibenhorn und Stockhorn: vor uns die Berner Hausberge Bürglen, Gantrisch, Nünenen und Chrummfadenflue, vertraut und doch anders; unter uns der fast kreisrunde Oberstockensee, an dem sich im Sommer Badenixen aus dem Simmental sonnen. Dort unten stellen wir die Bindungen zum zweiten Mal auf Aufstieg, und hinauf gehts zum ersten Gipfel. Auf dem Wanderwegweiser zuoberst und auf der Landeskarte steht der Name Wildenstein, 1938 m. Einheimische jedoch nennen ihn, auf dem drei Grate zusammenstossen, Dreiländerspitz. Anders ist es auf der Stockenflue, dem zweiten Ziel: ein Name und zwei Gipfel. Der mit 1948,. " " .7 m kotierte Südgipfel ist felsig und fällt gegen das Simmental mit hohen Felswänden ab. Der grasige Nordgipfel jedoch ist jetzt schön weiss und scheint erst noch ein paar Meter höher. Und drüben wartet als Höhepunkt noch das Cheibenhorn, 1952 m, mit dieser Aussicht: ein schönes Stück Schweiz, am südwestlichen Horizont ein paar Zipfel Frankreichs und die höchsten Gipfel Italiens. Und wenn das Nebelmeer nicht hartnäckig auf die Niederungen drückte, erspähten wir noch den Thunersee.

Raus aus der Stube, rauf auf die Fluh

In der Tiefe die Amsoldinger Seeplatte im Westen von Thun, im Rücken der weisse Berner Alpenbogen, in wenigen Minuten eine steile, unverspurte und schattige Pulverschneeabfahrt. Es ist Samstag, halb drei Uhr nachmittags, Ende Februar. In anderthalb Stunden sollten wir wieder in Bern sein, das haben wir versprochen. Es wird knapp werden. Aber bei solchen Verhältnissen zu Hause bleiben? Nun hocken wir auf der Stubenflue, einem unbekannten Skigipfel in der stadtbekannten Gantrischkette, und schnallen die Schuhe noch ein bisschen enger. Der letzte Sonnenstrahl, der erste Schwung hoch oberhalb der Kirche von Blumenstein. Wir beten um weitere solche Touren.

Keine Faxen: Faxflue

Hat der Niesen einen Bruder, dann... Aber was reimt sich schon auf Bruder? Doch der Niesen hat einen, und erst noch am Thunersee: das Morgenberghorn. Es ist, man glaubt es kaum, mit Ski besteigbar. 1 In seinem Schatten verstecken sich das Saxettal – und eine Handvoll Skiberge, von denen einzig das Rengghorn öfter Besuch erhält. Im langen Nordostgrat des Morgenberghorns jedoch – er erstreckt sich bis zur Heimwehfluh ob Interlaken und zur Rugenbrauerei – warten ein paar Ziele auf tatendurstige Touristen. Passend zu den Seebergen wäre natürlich 1 Das Morgenberghorn wurde in den ALPEN 2/99 schon näher vorgestellt.

Neue Perspektive: etwas links der Bildmitte der Gantrisch, rechts davon der Felszahn der Nünenen, dann die Chrummfadenflue und der weisse Höcker der Stubenflue, betrachtet vom Nordgipfel der Stockenflue aus Baden nicht verboten, darüber-gehen vielleicht schon: der Oberstockensee am Südfuss von Strüssliflue und Stockhorn Fotos: Daniel Anker das Schiffli, das jedoch auf der Normalroute sehr gute Schneeverhältnisse bedingt, auf der Direktabfahrt zum Ufer des Thunersees zwingend – und fast Extremskifahrer – voraussetzt. Deshalb peilen wir die Faxflue an. Sie trägt auf der Landeskarte keinen Namen, doch stört uns das? Also: Auf nach Saxeten!

Sturm von der Burg

Eine Schifffahrt mit den Ski: verlockend, nicht wahr? Im Frühling von weissen Zinnen bis zum grünen Saum hinunter-kurven, noch ein paar Schritte ( oder auch mehr... ) ans blaue Ufer hinabsteigen und aufs weisse Schiff gehen – auf der Nordseite des Faulhorns können solche Träume wahr werden, wenn der Schneesaum noch nicht zu hoch gerutscht ist, die Schiffe nach der Winter-pause wieder durch den Brienzersee gleiten und die Gondelbahn von Grindelwald auf First noch in Betrieb ist. Viele Voraussetzungen, gewiss. Aber wenn sie erfüllt sind, sollten wir nicht zu sehr zögern. Das Nordcouloir des Faulhorns sieht steiler aus, als es ist, dasjenige der Bättenalpburg leider nicht: Die Einfahrt ist so schmal wie eine Ziehbrücke, der Sperrriegel weiter unten ähnlich unüberwindbar wie eine Burgmauer. Allerdings kann die Bättenalpburg auch ganz einfach umfahren werden. Das Ziel am Brienzersee ist das gleiche: das Grand-Hôtel Giessbach. Hoffentlich ist bloss sein Tor offen!

Schnierenhörnli mit Doppelrahm

Das ist der Augenblick! Stundenlang sind wir durch den Pulverschnee aufwärts gespurt, haben Spitzkehre an Spitzkehre gesetzt. Der Wald lichtete sich, die letzten Bäume blieben zurück. Nur die helle Landschaft blieb, akzentuiert von dunklen Felsrippen. Schritt für Schritt haben wir uns dem Grat genähert – jetzt, mit einem Schlag eine neue Welt: drüben Eiger, Schreck- und Wetterhorn, drunten der grünblaue Brienzersee, schier senkrecht unter den Skispitzen. Darauf haben wir gewartet, wir habens auch schon erlebt. Und trotzdem: Schön ist es jedesmal wieder auf dem Schnierenhörnli, dem bekanntesten Skigipfel in der Kette vom Brienzer Rothorn zum Augstmatthorn. Und schon müssen wir uns entscheiden: auf dem Aufstiegsweg zurück oder hinein in die geheime Westabfahrt, die mit steilen Flanken beginnt, sich in gewundenen, teils unterbrochenen Rinnen fortsetzt und zum Dessert noch mit einem halbstündigen Historische Spuren: Im Dezember 1904 befuhren Kunstmaler Emil Cardinaux und Skiführer-autor Hans Kempf erstmals die Westflanke der Hohmad. Am Stadtrand von Thun: die Alp Hohmad unter dem gleichnamigen Gipfel, ganz hinten der Chasseral, der Hausberg von Biel Letzte Sonnenstrahlen: im Pulverschneenordhang unterhalb der Stubenflue. Rechts ( nicht mehr im Bild ) die Chrummfadenflue Gegenaufstieg aufwartet. Dessert? Ja – da kommen sie schon, die berühmten Meringues vom Kemmeriboden-Bad. Dieser Moment, wenn der volle Löffel sich zum ersten Mal dem Mund nähert!

Kein « Blüemelen » unter dem Blueme

« Skilift Heiligenschwendi in Betrieb » meldete der Aushang im Bus vom Bahnhof Thun zur Bernischen Höhenklinik. Wir hatten nicht im Sinne, dort oben auf 600 Meter über dem Thunersee zu lifteln oder zu kuren, doch dass der kurze Lift wieder mal lief, war ein gutes Zeichen. Allerdings wollten wir nicht bloss auf der Schattseite Spuren hinterlassen, sondern auch in den sonnigsten Hängen des Oberlandes. Eine Woche lang hatte es bis auf Seehöhe geschneit, die Bäume bogen sich unter der ungewohnten Last, die Panoramatafel des Aussichtsturms des Blueme, den wir nach einer Stunde Aufstieg erreichten, lag unter einer weissen Decke verborgen. Das war weiter nicht schlimm: rechts Stockhorn, links Niesen, unter uns die Buchten und Landzungen des Thunersees. Und vor uns Hänge, schier endlos lange Hänge – wenigstens bis zum nächsten Zaun. Wir jauchzten, und die Kühe im Stall nebenan sprangen übermütig in den Neuschnee hinaus.

Touren

Wildenstein/Dreiländerspitz, 1938 m–Stockenflue, 1950 m– Cheibenhorn, 1952 m

WS; 3–4 Std. für Rundtour; Aufstieg/Ab- fahrt je 700 m; LK 1:25 000, Blatt 1207 Thun, 1227 Niesen Schneesichere Rundtour auf der Sonnenseite des Simmentaler Stockhorns. Badesachen brauchts für den Oberstockensee nicht, wohl aber ein Gspüri, ob man drübergehen kann oder nicht. Ausgangs-/Endpunkt: Mittelstation Chrindi, ca. 1650 m, der Luftseilbahn Die Meringues im Kemmeri-boden-Bad warten schon: als Erste durch die schöne weisse Masse ziehen, beim Wiederaufstieg nach der wilden Westabfahrt vom Schnierenhörnli Schnee bis ans Seeufer: der Brienzersee weit unterhalb des Gummhorns, links angeschnitten das Schnierenhörnli, etwas links der Mitte prächtig weiss das Brienzer Rothorn Fotos: Daniel Anker Erlenbach–Stockhorn, von Dezember bis März täglich in Betrieb; Luftseilbahn Erlenbach–Stockhorn, Tel. 033 681 21 81, Schneebericht Tel. 033 681 00 01. Nach Erlenbach mit dem Regionalzug von Spiez Einkehr/Unterkunft: Chrindi, Stockhorn Bergstation ( nur Einkehr ); Hirschen in Erlenbach Route: Chrindi–Hinterstockensee, 1592 m–auf dem Wanderweg über einen Sattel, 1742 m, zum Oberstockensee, 1665 m–dem Nordufer entlang–Wilden-stein/Dreiländerspitz, 1938 m–Gipfel-sammler gehen vorher noch aufs Pfaffli, 1949 m–Sattel, ca. 1890 m–Nordgipfel der Stockenflue, ca. 1950 m–Vorder-stocken, 1787 m–Cheibenhorn, 1952 m– über den Westgrat zurück und links in lang gezogene Mulde–wieder Wanderweg gegen den Sattel, 1764 m, nordwärts zurück nach Hinterstocken und hinauf ins Chrindi

Stubenflue, 2004 m

S–; Nordcouloir 42° steil auf 140 Hm und 30° auf 100 Hm; 4 Std.; Aufstieg/Abfahrt je 1350 m, Lage: N; LK 1:25 000, Blatt 1207 Thun Recht lange und rassige Winterski-tour, wenn im schattigen Steilhang sicherer Schnee und auf den Weiden unten überhaupt solcher liegt. Im Frühling kann mit dem Bike durchs Langenegg-Tal bis unterhalb Blattenheid, knapp 1400 m, gefahren werden.

Ausgangs-/Endpunkt: Blumenstein, 659 m; mit Bus von Thun und Seftigen Einkehr/Unterkunft: in Blumenstein Route: Blumenstein–Wäsemli–Breite-bode ( hierher auch von der Kirche Blumenstein, Bluemisteichilche, 783 m)– Weidli–Langenegg-Tal ( mit kurzem Zwischenabstieg)–Wasserreservoir Blat-tenheid–nach der Brücke über den Tube-loch-Bach gleich links hinab zu einem anderen Bach und auf dem östlichen Ein Schiff wird kommen: Das Tragen der Ski zur Schiffsstation Giessbach hat sich gelohnt. Schöner als auf dem Wasser kann eine Tour oberhalb des Brienzersees nicht vollendet werden.

Bogenfahrten an der Bättenalpburg: das Nordcouloir mit dem Sperrriegel oben. Es gibt zum Glück auch leichtere Abfahrten überm Brienzersee.

Ufer ansteigen bis etwa 1500 m–südost-wärts zum Hohmad-Hang ( 36° auf 250 Hm)– durchs Couloir ( bis knapp 40° ) zur Alpsiedlung Hohmad–Hoh-madsattel, P. 1960 m–Stubenflue, 2004 m. Kurz südwestwärts hinab zur Einfahrt ins erste Couloir–immer nordwärts, über eine Querrippe auf etwa 1720 m, hinab zur Aufstiegsspur Variante: Hohmad, 2076 m, statt Stubenflue – oder gleich beide Gipfel

Faxflue, 1934 m

WS; 2 1 / 2 Std. Aufstieg; Aufstieg/Abfahrt je 830 m, Lage E; LK 1:25 000, Blatt 1228 Lauterbrunnen Leicht bewaldeter Gipfel zwischen Schiffli und Rotenegg, ohne Namen auf der LK. Ausreichend und gut verfestigter Schnee nötig.

Ausgangs-/Endpunkt: Saxeten, 1103 m; mit Postauto von und nach Wilderswil Einkehr/Unterkunft: Hotel Alpenrose in Saxeten, Tel. 033 822 18 34 Route: Saxeten, 1103 m–Strasse talein-wärts–Brücken über den Brandgraben-bach–Ramsermatten–Brandgraben, ca. 1580 m–Alp Mittelberg–am Nordrand der Südostflanke zum bewaldeten Ostgrat–Faxflue, 1934 m Variante: Der Nachbargipfel Roten-egg, 1890 m, ist schwieriger, dafür kann bei Schnee bis in die Niederungen nach Wilderswil, 598 m, gefahren werden.

Faulhorn, 2680 m–Schonegg, 2219 m–Bättenalpburg, 2140 m

Faulhorn ZS ( N-Couloir 30° auf 300 Hm, mit steilerer Einfahrt ); Bättenalpburg S+ ( N-Couloir 37° auf 270 Hm, Einfahrt um 40°, Steilstufe um 45° und ziemlich ausgesetzt ); 6–7 Std.; Aufstiege 740 m, Abfahrten 2150 m, Abstieg zu Fuss zum See 470 m; Lage N; LK 1:25 000, Blatt 1209 Brienz, 1229 Grindelwald Eine der besten Skitouren der Berner Voralpen, auch ohne die trutzige Bättenalpburg.

Ausgangs-/Endpunkt: First-Oberjoch, 2500 m, Gondelbahn und Sessellift von Grindelwald. Ab Giessbach, 566 m, Schiff nach Interlaken Ost bzw. Bramis-egg, 989 m, Bus nach Brienz.

Einkehr/Unterkunft: Faulhorn, Bramis-egg ( nur Einkehr ); Berggasthaus First, Grand-Hôtel Giessbach Route: Bergstation Oberjoch, 2500 m– Abfahrt um Grossenegg herum zum Bachsee, ca. 2240 m–Winterwanderweg– Faulhorn, 2680 m– SW-Grat ( je nach Route bis 40°)–N-Couloir–Teufenmatten, 1971 m–Hübschenmatten–Schonegg, 2219 m–Sattel, 2088 m–Bättenalpburg, ca. 2140 m–NE-Rücken gegen Litschgi-burg–vor dem Verbindungssattel links zwischen Felsen hindurch in die oberste Mulde des N-Couloirs–Sperrriegel ( rechts anfahren, oberhalb von Felsen nach links queren)–Plangäu–Plangäu-graben–Schwand–Ebene von Giessbä-chen–Strässchen nach Bramisegg–Wan-derweg nach Giessbach–evtl. Bad im Brienzersee Varianten: von der Schonegg direkt über Gstepf nach Plangäu. Von Bramis-egg auf die Schonegg und/oder die Bättenalpburg

Schnierenhörnli, 2069 m

WS+; Westabfahrt ZS+ ( drei Stellen je 393 1 / 2 Std. Aufstieg; Aufstieg/Abfahrt je 1100 m; bei Westabfahrt je 100 m mehr; Lage N bzw. W; LK 1:25 000, Blatt 1189 Sörenberg, 1209 Brienz Würzige Skitour am Oberlauf der Emme. Die Normalroute über die Nordflanke wird oft gemacht, die wilde Westabfahrt verlangt stabile Schneeschichten und -sportler.

Ausgangs-/Endpunkt: Kemmeriboden-Bad, 976 m; Postauto von Wiggen an der Bahnlinie Bern–Langnau–Schüpfheim– Luzern Einkehr/Unterkunft: Kemmeriboden-Bad, Tel. 034 493 77 77 Kurerfolg garantiert: auf dem Wanderweg oberhalb der Bernischen Höhenklinik Heiligenschwendi. Im Hintergrund wacht das Stockhorn.

Route: Kemmeriboden-Bad–Strasse taleinwärts–Brücke über die Emme bei Hinter Hübeli–Strassenverzweigung P. 1095 m–über Weiden, Strasse und Waldlichtungen nach Mirrenegg, 1383 m– über Flachstück und Steilstufe zur Alpsiedlung Ällgäuli–durch Tälchen bis zur Mulde unter der Ällgäu-Lücke–west-wärts in die Nordmulde unter dem Schnierenhörnli–Querung unter dem Gipfelkopf auf den NW-Grat–Schnieren-hörnli, 2069 m. Linkshaltend über W-Flanke, mit Engpass auf ca. 1920 m– Mulde mit Stall, 1817 m–nordwestwärts durchs Tal–auf 1640 m deutlich rechtshaltend in eine Rinne–weiter unten linkshaltend zum Waldrand–durch eine Waldschneise westwärts gegen Bruchlä-gerli–auf dem Zugangsweg zurück in die Rinne, P. 1424 m; Direktabfahrt unmög-lich–wieder durch die Rinne auf Verflachung, ca. 1320 m–Wiederaufstieg in coupiertem Gelände zu Hütte, 1417 m– Mirrenegg

Blueme, 1392 m

L+ ( das + wegen der Waldpartien ); Aufstiege 2 1 / 2 Std.; Aufstieg 270 m, Abfahrt bis Schwanden 370 m; weiter an den Thunersee mit Aufstieg 220 m, Abfahrt 680 m; Lage S; LK 1:25 000, Blatt 1207 Thun, 1208 Beatenberg Skifahren an der Oberländer Riviera – welch eine Aussicht! Aber es braucht genügend Neuschnee – und reissfeste Skihosen, wegen der Zäune! Ausgangs-/Endpunkt: Höhenklinik Heiligenschwendi, 1125 m; mit Bus vom Bahnhof Thun. Ab Schwanden, 1034 m, oder Örtli, 563 m, am Thunersee mit Bus nach Thun Einkehr/Unterkunft: Heiligenschwendi und Schwanden Route: Heiligenschwendi–Schwändi Allmit–Schwendiblueme, 1396 m, überschreiten oder auf der Nordseite queren– Blueme, 1392 m, mit dem Aussichtsturm. In südlicher Richtung durch den Wald auf die grosse Lichtung–diese rechtshaltend entlang dem Sommerweg verlassen–Sonnenhänge nach Schwanden. Westwärts über Matte(n)–Übergang nördlich der Kuppe P. 1202–Bruuch-hubel, 1202 m–Abfahrt südwestwärts– Sattel, ca. 1165 m–Lärchenbühl, 1184 m, ohne Namen auf der LK–Chrindensattel, 1033 m– Chrindenhubel, 1055 m– Mattacher–Erizbühl–Aeschlen–Örtli, 563 m

Allgemeine Informationen

Führer/Karten: Schnegg Ralph/Anker Daniel: Skitouren Berner Alpen Ost, SAC Verlag 2004; Schnegg Ralph/Anker Daniel: Skitouren Berner Alpen West, SAC Verlag 2000. LK 1:50 000, 253 S Gantrisch, 254 S Interlaken Jahreszeit/Ausrüstung: Dezember bis März/April. Einige Touren gelingen nur bei genügend Schnee bis in die Niederungen. Normale Skitourenausrüstung a Daniel Anker, Bern Waldspaziergang mit Aussicht: Ohne den Turm sähe man vom Blueme aus nur Tannen, sommers und winters.

Pulverschnee an der Riviera: am Sonnenhang des Blueme ob Schwanden, und am ersten Tag mit blauem Himmel nach wochenlangem Schneefall Schnee und See: Beim Skifahren an den Seebergen fasziniert diese Kombination immer wieder.

Fotos: Daniel Anker

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