Verkehrsverein des Urserentales : Andermatt, Hospental und Umgebung

Hinweis: Dieser Artikel ist nur in einer Sprache verfügbar. In der Vergangenheit wurden die Jahresbücher nicht übersetzt.

Eine gewiß manchem Clubgenossen willkommene Ergänzung des oben pag. 403 besprochenen Wanderbildes. Die Gotthardstraße bildet das neueste Bändchen dieser Sammlung. Mehr als jenes enthält dieser „ Illustrierte Führer für Kurgäste und Touristen " Anweisungen über Spaziergänge, Exkursionen und Besteigungen im Gebiet des Urserentales. Dagegen ist auf das Historische, das bei Hardmeyer hinreichend auf seine Eechnung kommt, hier weniger Bezug genommen. Dafür ist die Ausstattung eine modernere und die Bilder sind neu und scharf. Besonders verdankenswert und für den Touristen wertvoll sind die zwei Beilagen: Panorama vom Gütsch bei Andermatt, 2328 m ( hoffentlich schießen die auf demselben überall im Anschlag liegenden Gotthardsoldaten nicht scharf !), und Exkursionskarte von Andermatt im Maßstab von 1: 50,000 mit Relieftönen, aber ohne Kurven. Das Material ist offenbar der Siegfriedkarte nachgestochen; es ist mir aufgefallen, daß eine Reihe im Urnerführer nachgewiesene Fehler dieser Karte, wie die falsche Einzeichnung des Winterjochs, des Maasplankjochs, des Weges zur Kehlenalphütte auf dem linken Ufer der Göschener Reuß u.a., kritiklos mit herübergenommen worden sind. Auch sonst sind kleinere Versehen und Druckfehler auf dem Panorama und der Karte zu rügen, die sich bei einiger Sorgfalt hätten vermeiden lassen. Ob der Verkehrsverein „ Urseren ", pag. 12, mit seiner Deutung des Ortsnamens auf eine „ statio-Ursariorum, eine Station der Bärenjäger, welche, an den Bergpässen stationiert, die Wege durch Erlegen von wilden Tieren, besonders Bären, frei zu halten, vielleicht auch solche einzufangen und an den Zirkus in Rom abzuliefern ", dem geneigten Leser hat einen Bären aufbinden wollen, oder ob er an diese Deutung wirklich glaubt, lasse ich unentschieden. Auch der Name Hospenthal braucht nicht notwendig von einem al. hospitaculum = Soldatenherberge zu kommen; es genügt auch ein ml. hospitale = Hospiz. Ich bestreite natürlich keineswegs die Besiedlung des Tales in römischer Zeit, wo es der Durchgangsweg zwischen der Vallis Pœnina und Rhaetia war, aber die gegenwärtig noch existierenden Namen und Gebäudereste reichen wohl nicht so hoch hinauf.

Redaktion.

Feedback