Wandern auf Teneriffa

Der in der Ausgabe 11/2012 von «Die Alpen» erschienene Artikel über Teneriffa hat mir sehr gut gefallen. Ich bin mit der Aussage vollständig einverstanden, der Nationalpark Teide sei spektakulär und eine Reise wert. Zum Montana de Guajara, dem zweithöchsten Gipfel der Insel, gäbe es noch zu sagen, dass man ihn umrunden kann, wenn man vom Süden des Parador ausgeht, allerdings sind ein paar Stellen exponiert. Natürlich lohnt sich für den Ausblick vom Teide eine Besteigung. Wer den Massen in der Gondelbahn entgehen will, findet drei Kilometer entfernt einen Weg, der von der Strasse aus durch eine spektakuläre Landschaft aufsteigt. Ich habe ihn 2011 begangen, aber unterhalb von 3400 Metern geriet ich auf Blankeis und musste umkehren. Im Januar 2012 nahm ich die Steigeisen mit, sie erwiesen sich aber am Ende als komplett überflüssig. Es lag nämlich weder Eis noch Schnee. Zu beachten ist, dass der Aufstieg zum Gipfel technisch leicht ist, wenn kein Eis liegt, der Höhenunterschied jedoch 1500 Meter beträgt und für das letzte Stück eine Bewilligung eingeholt werden muss.

Leider hat Teneriffa auch seine negativen Seiten. Ausserhalb des Nationalparks und der steilsten Hänge, die fürs Bauen ungeeignet sind, wird für den Massentourismus wild gebaut, irgendwas und irgendwo. Die Küste ist über zwei Drittel der Insel komplett verschandelt.

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