SAC-Hütten 2016

Neuer Hüttenzustieg für die Monte-Rosa-Hütte SAC Wegen Klimawandel und Gletscherschwund

Der Hüttenzustieg zur Monte Rosa-Hütte SAC wird komplett neu angelegt. Grund ist der Klimawandel und die Gletscher, die sich immer schneller verändern. Der neue Weg ist sicherer, kürzer und verlangt weniger Unterhaltsarbeiten.

Der alte Hüttenzustieg zur neuen Monte-Rosa-Hütte SAC hat sich von Jahr zu Jahr verschlechtert. Vor allem die Abschnitte über den Gletscher mussten fast im Wochentakt angepasst werden. Eine Sisyphusarbeit für den Hüttenwart Richard Lehner und sein Team. «Grund ist unter anderem ein Gletschersee, der sich immer wieder entleert und den Weg beschädigt», sagt Richard Lehner. Das geht ins Geld. Zwischen 15‘000 und 20‘000 CHF kosteten die jährlichen Unterhaltungsarbeiten. Bezahlen muss das die SAC-Sektion Monte Rosa als Besitzerin der Monte-Rosa-Hütte.

Bereits seit einigen Jahren plante die Sektion zusammen mit dem Hüttenwart eine Alternativroute in Stand zu setzen. Der Zivilschutz der Region Visp kam zu Hilfe. Im Juni 2019 pickelten 20 junge Männer während rund einer Woche die neue Wegstrecke in die Bergflanke, befreiten den Weg von Hindernissen und Gefahren wie lose Felsblöcke, brachten Seile an und markierten die Strecke. Der neue Weg heisst «Panoramaweg». Zu Recht. Er gibt einen herrlichen Blick über das Alpenpanorama mit der Hütte im Blickfeld frei. Der Weg ist weiter oben angelegt als der alte Weg und führt über dem Gornersee durch, die Gehzeit verkürzt sich um eine halbe Stunde auf ca. drei Stunden.

Es handelt sich aber immer noch um eine alpine Wanderung im Schwierigkeitsbereich T4. Auf dem Zustieg wird ein Gletscher überquert. Steigeisen und Seil gehören also in den Rucksack.

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