Bundesrat baut Förderung des Spitzensports in der Armee weiter aus Auch der SAC profitiert

Im September verkündete das eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), dass Spitzensportler in der Armee künftig verstärkt gefördert werden. Davon profitieren auch die Sportkletterer und Skitourenrennläufer des SAC.

In den vergangenen Monaten hat der Bundesrat mehrere Beschlüsse gefasst, um die Sportförderung in der Schweiz zu stärken. Unter anderem hat das VBS weitere Massnahmen in die Wege geleitet, um den Breiten- wie auch den Spitzensport innerhalb der bestehenden rechtlichen Grundlagen zu stärken.

Spitzensport in der Armee: Von 35 auf 70 Athletinnen und Athleten pro Rekrutenschule

Heute unterstützt die Armee rund 600 Spitzensportlerinnen und Spitzensportler. Die Fördergefässe Spitzensport-Rekrutenschule, Spitzensport-Wiederholungskurs sowie Zeitmilitär-Spitzensport stehen Frauen und Männern gleichermassen offen. Die Förderung durch die Armee ist ein wichtiges Standbein der Spitzensportförderung des Bundes. Sie ermöglicht es, den Spitzensport optimal mit der Militärdienstpflicht zu kombinieren. Nach wie vor schneidet die Schweiz in der direkten Förderung von Spitzenathletinnen und -athleten im internationalen Vergleich eher schlecht ab. Rund 70 Prozent der Sportlerinnen und Sportler müssen neben dem Sport einer beruflichen Tätigkeit nachgehen.

Deshalb will Sportministerin Viola Amherd die Spitzensportförderung der Armee ausbauen: In Zukunft soll die Spitzensport-RS mehr Athletinnen und Athleten aufnehmen. Dieser Ausbau erfolgt sukzessive bis 2033, so dass am Ende jeweils 70 Athletinnen und Athleten in den beiden Rekrutenschulen pro Jahr aufgenommen werden können. Heute sind es jeweils 35 Personen pro RS. Der Maximalbestand sollte sich im Jahr 2033 bei rund 1400 Athletinnen und Athleten einpendeln.

Vier Athleten des SAC absolvieren aktuell die Spitzensport-RS

Auch der Schweizer Alpen-Club SAC profitiert von den Fördergefässen des Bundes. Vergangenen Frühling nahmen mit Arno Lietha und Patrick Perreten zum ersten Mal zwei Athleten von Swiss Ski Mountaineering die Spitzensport-Rekrutenschule in Angriff. Vor zwei Woche zogen Sascha Lehmann und Baptiste Ometz, zwei Athleten von Swiss Climbing, ins Militär ein. Alle vier Athleten werden durch ihre SAC-Trainer betreut und trainiert. Nach der dreiwöchigen militärischen Grundausbildung liegt während 15 Wochen der Hauptfokus auf der persönlichen Leistungssteigerung in Magglingen. Für die gesamte Ausbildungszeit stehen den Sportlerinnen und Sportlern nebst der Betreuung durch den Verband und das Kompetenzzentrum Sport der Armee auch die Infrastrukturen des Bundesamtes für Sport (BASPO) zur Verfügung.

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