1.-August-Feuer auf der Gemmifluh. Nach dem Feuer ins «1000-Sterne-Hotel»

Nach dem Feuer ins « 1000-Sterne-Hotel »

Höhenfeuer zu unserem Nationalfeiertag haben Tradition. Ihr ursprünglicher Zweck als direkter Infor-mationsvermittler ist zwar in den Hintergrund gerückt, ihre Symbolkraft ist ihnen aber erhalten geblieben. « Etwas Besonderes » bedeuten sie für jene, die sie entfachen wie beispielsweise auf der Gummfluh im Saanenland.

« Was machen wir am 1. August ?», erkundigt sich David Mitte Juli. Eine über-flüssige Frage, denn die Antwort lautet – wie immer seit 20 Jahren – « ein Feuer auf der Gummfluh ». Trotzdem ist es diesmal anders: Unsere Kinder sind so gross geworden, dass wir uns überlegen, sie mitzunehmen. Dank den guten Wetteraussichten steht unser Entschluss am Tag zuvor fest: Wir nehmen sie mit. Unterstützt werden wir dabei von unseren Freunden, die traditionellerweise dabei sind.

Holz – und Schlafsäcke 1. August, Saanen: Wir laden das vorbereitete Holz in unser Auto, überprüfen unsere Trinkvorräte, denn es ist heiss. Unsere Ausrüstung macht neugierig: « Wollt ihr dort oben schlafen ?» Ja, dazu haben wir unsere Schlafsäcke dabei.. " " .Von der Hinteren Gummalp aus gehts schwer beladen gegen die Fluh hinauf. Während ich ein erstes Mal auf den Gipfel steige, um das Holz zu deponieren, warten Frau und Kinder unter der Fluh auf unsere Freunde. Mit ihrer Hilfe überwinden wir gemeinsam die heiklen Stellen. Es ist ein gutes Gefühl, unsere Gruppe mit den sechs 10–14-jährigen Kindern oben zu sehen. « Holzstossbauer » Hans macht sich unverzüglich ans Werk: Kunstvoll und perfekt schichtet er das mitgebrachte Holz auf. Die andern richten sich gemütlich ein für einen langen Abend auf ca. 2500 Metern.

Bei jedem Wetter oben Was haben wir hier oben schon alles erlebt! Prachtvolle Sonnenuntergänge, die jeder Postkarte gut anstehen würden, Nebel, sodass wir nur unser eigenes Feuer sahen, Dauerregen und Kälte, die uns zur Umkehr zwangen, sogar einen Schneesturm, der das Feuerentfachen auf eine ganz ungewohnte Tageszeit verlegte. Und immer versuchten wir, auch die Feuer ringsum zu zählen. Waren es anfänglich gegen 200, wurden es in den letzten Jahren immer weniger. Eine für den Moment wichtige Frage beschäftigte uns all die Jahre: « Wer gibt das Fanal zum Anzünden der Feuer? Jene auf dem Wildhorn? Oder auf dem Oldenhorn? Oder jene auf dem Sanetschhorn ?» Bei Neumond oder bewölktem Himmel haben wir schon öfter das Feuer entzündet, bevor es ganz dunkel geworden ist, um die letzten Lichtstrahlen für den Abstieg zu nutzen. Heute ist es anders – fast Vollmond. Da haben wir genügend Zeit, um unser Feuer und all die andern zu betrachten, dazu die Raketengarben, die aufsteigen. Und dann heisst es trotzdem absteigen, denn hier oben ist kein Platz zum Übernachten.

Ein hehrer Anblick: das mächtig lodernde Höhenfeuer DIE ALPEN 7/2002

« 1000-Sterne-Hotel » Bei unserer Übernachtungsstelle schlüpfen wir in die Schlafsäcke und legen uns in unserem « 1000-Sterne-Hotel » zur Ruhe. Es ist recht kühl. Der Wind legt sich erst, als das Tageslicht die Sterne zum Verblassen bringt. Und da bemerke ich den Steinbock, der langsam vom Gipfel heruntersteigt. Aber er ist ja gar nicht allein! An die 12 Prachtexemplare haben sich in einer Entfernung von etwa drei, vier Metern versammelt. Und hinter uns auf einem Grat sind vier aufgereiht wie auf einer Stange. Ob wir wohl ihren Übernachtungsplatz okkupiert haben? Ich klaube meinen Fotoapparat hervor, um unsere « Gäste » für das Familienalbum festzuhalten. Und sie bleiben wirklich stehen, um das Neue zu beobachten. Erst als Wanderer aus dem Tal hochsteigen, verschwinden sie. Darauf machen auch wir uns für den Abstieg bereit, voller Eindrücke eines weiteren 1.August-Feuers auf der Gummfluh. a

Ruedi Meyer, Siselen

Gefunden

– am 1O.5.2002 beim Fleschsee/ Eggbergen ( Kt. Uri ) ein Nokia-Natel. Sich melden bei R. Rohrer, Postfach 53, 6000 Luzern 4, Tel. 041 310 49 55 – am 22.5.2002 im Klettergarten Rotsteini–Breitnollen ob Meiringen leichte Fleecejacke VAUDE, Grau, Grösse L. Sich melden bei Hubert Langsch, Rit-terfeldweg 1d, 3052 Zollikofen, Tel. 031 911 47 76

– am 3O.5.2002 am Klausenpass, Richtung Clariden, Natel Marke Siemens, mit gelber Schale. Sich melden bei Toni Müller, Obflüh, 6465 Unterschächen, Tel. 041 879 13 88

– am 2O.5.2002 an der Rigi-Hoch-fluh, Natel und Uhr. Sich melden bei Josef Cupic, Mühlematt 14, 6020 Emmenbrücke, Tel. 041 280 87 44, E-Mail josefcupic(at)hotmail.com

– im Gadmertal auf dem Weg Birch-laui–Sätteli ein Film mit Aufnahmen vom Sommer 2001, wahrscheinlich Begehung Klettersteig Tälli und Aufstieg Sätteli. Sich melden bei Adolf Moor, Schwendeli, 3863 Gadmen, Tel. 033 975 11 80

– am 15.6.2002 auf der Skitour Muttenhorn, Passhöhe Furka, Fotoapparat. Sich melden bei Fritz Kneubühler, Gütschrain 1, 6130 Willisau, Tel. 041 970 38 36

Vertauscht

– am 2.6.2002 im Klettergebiet Ueschinen, Sektor Familienroute am Einstieg 1, Kletterfinken Marke 5.10 Newton Gr. 44,. " " .5. Sich melden bei Res Fuhrer, pat. Bergführer + Skilehrer, Tel. 079 667 16 90, E-Mail res.fuhrer(at)fun-way.ch

Verloren

– am 4.6.2002 auf dem Gipfel der Sieben Hengste GoreTex-Regenjacke, Marke Montbel, Farbe Petrol. Sich melden bei Anton Wenger, Bleichestrasse 7, 3066 Stettlen, Tel. 031 931 07 80

Trovato

– il 2/4/02 all' Alpe di Dósigia sul sentiero da Motto/Dongio ( Valle di Blenio ) al Simano Orologio. Hans-Peter Wehrlin, casella postale 30, CH-6721 Motto-Ludiano, tel. 091 871 27 30, E-mail hpwehrlin(at)freesurf.ch

Tagesanbruch im « 1000-Sterne-Hotel », aufmerksam beäugt von zwei Steinböcken Fo to s: Ru ed iM ey er

Feedback