1. Festival Seniorensport Schweiz

Bewegung ist lebenswichtig

Bewegung ist nicht nur lebenswichtig, sondern macht in jeder Altersgruppe Spass. Dies haben beim 1. Festival Seniorensport Schweiz im Rahmen der BEA in Bern sowohl die hochkarätigen Redner als auch die Aktiven bewiesen. Zum breiten Sportangebot, das von über 2000 Seniorinnen und Senioren genutzt wurde, gehörte u.a. eine Kletterwand, betreut von SAC-Mitgliedern.

Mindestens ein Drittel der Schweizer und Schweizerinnen bewegt sich zu wenig. Dieser Mangel hat direkte Auswirkungen auf den Staatshaushalt, denn die Folgekosten dieses Bewegungsman-gels belasten ihn mit 1,6 Milliarden Franken. In der zweiten Lebenshälfte sind die Männer bewegungsfauler als die Frauen: 24% der 45- bis 49-jährigen Frauen, aber 30% der gleichaltrigen Männer bewegen sich ungenügend; bei den 60- bis 74-Jährigen sind es 29% der Frauen und 40% der Männer, die zu wenig Bewegung haben.

Diese Zahlen präsentierte Bundesrat Samuel Schmid im Rahmen des Forums des Seniorensportfestivals Schweiz. Dabei interpretierte er den Begriff der « neuen Alten » als « die Jugend der zweiten Lebenshälfte ». Er wies auf das grosse Entwicklungspotenzial im Seniorensport hin, das u.a. darauf zurückzuführen sei, dass die Seniorinnen und Senioren « Geld, Einfluss und Spass am Leben haben ». Seinen Spass an der Bewegung dokumentierte der Sportminister bei der Pausenertüchtigung live mit dem Thera-Band.

Altersspezifische Angebote Eine der bundesrätlichen Forderungen für den Seniorensport ist der nahtlose Übergang zu altersspezifischen Angeboten. Als Beispiel für seine Aussage « Ich weiss, dass es diesbezüglich einige vorbildliche Modelle und Verbände gibt », hätte er den Schweizer Alpen-Club SAC anführen können: Im SAC gibt es seit je Angebote für die Mitglieder der zweiten Lebenshälfte ( vgl. nachfolgenden Beitrag ). Und wer im SAC aktiv ist, gehört nicht zu jenem Drittel der Bewegungs-faulen.

Auch zum weiterführenden Teil der bundesrätlichen Aussage, « gemeinsam wollen wir in unserem Lande eine Bewe-gungskultur entwickeln », kann der SAC seinen Beitrag leisten: Sich weniger Be-wegungsfreudigen so zu präsentieren, dass sie sich mit Freude dem Bergsport zuwenden – und damit an der « Bewe-gungskultur » teilhaben.

Neben dem Forum die Aktivität Spass an der Bewegung zeigte die aktive « Jugend der zweiten Lebenshälfte » in der Ausübung ganz unterschiedlicher Sportarten, vom Walking über Velofahren zu Pfeilbogenschiessen, Selbstverteidigung, Tanzen und – wie könnte es anders seinKlettern. Die Kletterwand wurde rege benutzt, wenn auch vorwiegend von klettererprobten Besucherinnen und Besuchern. Der Spass stand dabei den Betreuer/innen und Kletternden ins Gesicht geschrieben. a

Margrit Sieber

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