120. Bachtel-Réunion. Mit neuem Elan

Wie an der Etzelzusammenkunft haben sich auch am ältesten sektions-übergreifenden Treffen, der Bachtel-Réunion, fast 100 SACler eingefunden. Da die Sektion Rinsberg an der Reihe war, sich vorzustellen, erfuhren die Gäste für einmal etwas übers Flachland – genauer gesagt über die Stadt Bülach.

Der 1115 Meter hohe Bachtel gilt als der Zürcher Aussichtsberg schlechthin. Besonders im Winter, wenn dicker Nebel das Unterland füllt, tummeln sich Hunderte auf seiner kleinen Kuppe. Zumindest der Aussicht wegen lohnte sich ein Ausflug auf den Bachtel am ersten Sonntag dieses Jahr aber nicht. Dicke, feuchte Nebelschwaden trieben die Ré-unionsgäste rasch in den Festsaal. Dort begrüsste sie Erwin Ochsner, Präsident des Organisationskomitees, mit einer mächtigen Kuhglocke. Sie gehört wie die auf den Tischen verteilten Holzmodelle zum Réunion-Inventar. Nur die Zwiebel und der Apfel kommen jeweils frisch auf den Tisch. Die Symbole stehen für die geladenen Sektionen, insgesamt deren 13. Sie kommen aus einem Gebiet, so weit etwa wie der Blick bei guter Sicht vom Bachtel reicht: vom Toggenburg über das Thurgau, das Glarnerland und das Züribiet bis hin zum Schaffhausischen.

Bülach im Mittelalter

Es ist die regionale Vielfalt, die der Réunion in jüngerer Zeit zu ihrem Schwerpunkt verhalf. So stellt jeweils eine Sektion ihre Region vor. Die Rinsberger aus der Region Bülach, die an der Reihe waren, hatten ihren ehemaligen Bülacher Stadtpräsidenten Jakob Menzi mitgebracht. In lebendiger Sprache ging er auf die Entstehung des Städtchens im Zürcher Unterland ein. Dank seiner Initiative in den 1980ern wurde der historische Stadtkern nicht abgerissen – anders als in den umliegenden Gemeinden. Das geduldige Bewahren und Renovieren hat sich gelohnt: Der Stadtkern gilt heute unter den Zürcher Landstädtchen mit seinen eindrücklichen Fachwerkbauten als einer der Schönsten.

Lieder zum Schmunzeln

Seit einigen Jahren pilgert zeitgleich mit den SAClern eine weitere Gruppe auf den Bachtel: der Männerchor Meilen. Er begleitet mit einer immer wieder überraschenden Auswahl an Liedern den Nachmittag. Fast als Kommentar zum Anlass begannen die Meilemer mit « Ich weiss ein Fass in einem tiefen Keller », gingen dann mit « Sturmbeschwörung » ein auf des Alpinisten grosse Sorge, das Wetter. Schumanns « Frühlingsgruss », das letzte Lied, liess sich schon fast als ironischer Kommentar zur immer noch ungewöhnlich warmen Witterung auffassen. Und vielleicht haben die Meile-mer mit diesem Lied sogar Petrus erreicht. Denn just zum Abstieg lichtete sich der Nebel – und vergönnte den Hinunterwandernden doch noch einen kurzen Blick auf die Glarner Berge. a Alexandra Rozkosny Fotos: Alexandr a Rozkosny Beim Abstieg vom Bachtel riss der Nebel doch noch kurz auf und erlaubte einen Blick nach SW zu den Zentralschweizer Alpen.

Foto: Etienne Gr oss Walter Meyer, Leiter des Männerchors Meilen, kündet mit einem ironischen Schlenker zum aktuellen Wetter den « Frühlingsgruss » von Robert Schumann an.

Dicker Nebel hüllte den Bachtel ein und vertrieb Ankömmlinge gleich in den Festsaal. Reiner Frauentisch – eine Seltenheit unter den meist männerdominierten Sektionen: Die Sektion Baldern hat einen Frauenanteil von zwei Dritteln. Ursprünglich als reine Frauen-sektion gegründet, hat sie sich in den 1980er-Jahren auch den Männern geöffnet. Umgekehrt will der SAC heute in allen Sektionen den Frauenanteil erhöhen.

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