125 Jahre Sektion Piz Sol

Die Sektion Piz Sol konnte diesen Sommer ihr 125jähriges Bestehen feiern. Zu diesem hohen Geburtstag wurde auf dem Berg, der der Sektion den Namen gab, auf dem Pizol, ein Gipfelkreuz gesetzt. Zur Einweihungsfeier versammelten sich Mitte Juli 1998 bei strahlendem Sommerwetter 150 Sektionsmitglieder auf dem Pizolsattel - auf dem Gipfel hätten nicht alle Platz gefunden. Natürlich Messen es sich viele Mitglieder nicht nehmen, den Gipfel zu erklimmen und das prächtige schmiedeiserne Kreuz zu bewundern. Corina Jud, Azmoos bei einer Bergwanderung an der Simmeflue ( BO ) tödlich verunglückt.

Das Bergsteigen entdeckte der gebürtige Brienzer während seines Rechtsstudiums in Bern. Über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde Albert Eggler als Leiter der Schweizer Everest- und Lhotse-Expe-dition von 1956, bei der die Zweit-und die Drittbesteigung des höchsten Berges der Welt sowie die Erstbesteigung des Lhotse gelangen. Statt eigenen Gipfelambitionen nachzugehen, führte er die ihm anvertraute Gruppe mit seiner natürlichen Autorität und der Führungserfahrung, die er sich nicht zuletzt in militärischen Kursen erworben hatte, zum Erfolg.

Neben seiner Tätigkeit als Fürsprecher nahm Albert Eggler schon bald wichtige Positionen in alpinen Organisationen ein: Von 1958 bis 1963 leitete er die SAC-Sektion Bern, von 1964 bis 1967 stand er dem Schweizer Alpen-Club als Zentralpräsident vor. 1966 wurde er zum Chef des Armee-lawinendienstes ernannt. Von 1969 bis 1972 wirkte er als Präsident der UIAA und von 1987 bis 1993 als Präsident der Schweizerischen Stiftung für Alpine Forschungen ( SSAF ), unter deren Patronat die Expedition von 1956 gestanden hatte.

Albert Eggler vertrat seine Meinung immer klar und geradlinig. Gleichzeitig war er ein exzellenter Zuhörer, der es verstand, mit grosser Offenheit auf andere einzugehen. Mit dieser Offenheit gepaart waren eine überaus positive Haltung gegenüber den modernen Entwicklun-

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