«Abenteuer Trekking» (5 Bde.): Nepal, Neuseeland, Pyrenäen, Irland, USA-West mit Rocky Mountains

Banzhaf, Bernhard, R.: Nepal. Brunner, Armin: Neuseeland. Auferbauer, Günter und Luise: Pyrenäen. Freier, Ute und Peter: Irland. Fecker, Andreas: USA-West mit Rocky Mountains Alle Reihe « Abenteuer Trekking ». Bruckman Verlag, München 1995. Fr. 49. Trekking heisst das Zauberwort der Generation, die im Urlaub gerne draussen ist und etwas erlebt. Natürlich nicht irgend etwas, sondern « adventure ». « Trekking bietet wie keine andere Outdoor-Aktivität die Möglichkeit zur Verwirklichung langgehegter Sehnsüchte », schreibt der deutsche Trekking-Papst Bruno Baumann zur neuen, von ihm herausgegebenen Buchreihe « Abenteuer Trekking ».

Sein Bild ziert die Titel der ersten fünf Bände. Weil auch Sponsoren mitmachen, nahm der Verlag für den Band über das klassische Trekkingland Nepal kein Foto des Verfassers Bernhard Rudolf Banzhaf, sondern eine des Herausgebers, der die Rucksack-und Trekkingschuhhersteller ins richtige Licht rückte. Dabei kann auch Banzhaf fotografieren, wie er im Innenteil beweist. Und schreiben ebenfalls ( vgl. die Buchbesprechung im MB 12/95, S. 568 ).

Das Gleiche gilt für Neuseeland von Armin Brunner. Da und dort hätte man sich allerdings mehr handfeste Informationen gewünscht, zum Beispiel beim Kajaktrekking im Abel Tasman National Park.

Ein Must für alle Fernwanderer, die ihr Fernweh nicht mit umweltschädi-gender Flugzeugbenutzung trüben wollen, ist der Band Pyrenäen von Günter und Luise Auferbauer. Damit kann man nicht nur eine West-Ost-Durchquerung vom Atlantik zum Mittelmeer planen und durchführen. Man erfährt auch, wo und wie man in Paris die Bahn wechseln muss ( wenn sie nicht bestreikt wird... ).

Wer es gemütlicher mag, sollte sich einem anderen Paar anvertrauen: Ute und Peter Freier waren in Irland mit Sack und Pack unterwegs.

Ja, und dann ist da noch der Band USA-West mit Rocky Mountains. Die Trecks nach Westen sind Geschichte, der John Muir Trail in der kalifornischen Sierra Nevada ist ein Traum vieler Trekker. Doch was Andreas Fecker dazu mitteilt, ist dünn. Gut zwei Seiten mit Distanz- und Höhenmeterzah-len, aber keine Zeile, dass für diese mehrtägige Wanderung eine ( heiss begehrte ) Bewilligung benötigt wird. Dafür empfiehlt er, den John Muir Trail bei einem deutschen Trekkings-veranstalter zu buchen, der zu den Sponsoren der neuen Buchreihe gehört und in dessen Diensten der Autor steht. Geradezu revolutionär ist seine Vorstellung des Death Valley: Nach zwei Seiten Hinweisen zu Wanderungen im sehr heissen Wüstental wird keine einzige beschrieben. Vielleicht genügt es, wenn sich Trekker vorstellen, wie es wäre, wenn sie den Rucksack packten, um draussen etwas zu erleben. Aber vielleicht sind die Bände der Reihe « Abenteuer Trekking » mit 650 Gramm pro Stück auch einfach zu schwer zum Mittragen. Daniel Anker, Bern

Von Hütten und Biwaks Rifugi e bivacchi banes et bivouacs

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