Abschüsse sollen ins Gesetz

Aktuell läuft eine Revision des eidgenössischen Jagdgesetzes. Kernstück der Gesetzesvorlage war die erleichterte Regulierung des Wolfes gemäss der Motion «Zusammenleben von Wolf und Bergbevölkerung» von Ständerat Stefan Engler/GR. Der SAC verfolgt die intensiven Diskussionen rund um den Wolf ­interessiert, hat sich aber nicht dazu geäussert. Natürlich liegen ihm Arten­schutz und funktionierende Ökosysteme am Herzen, dies gilt aber auch für die Anliegen der Einwohner der Berg­gebiete. Kritischer sieht der SAC die angekündigte Regulierung des Luchses, weil dieser kaum Schäden an Nutztieren verursacht und angesichts vielerorts hoher Wildbestände ebenfalls positiv auf Waldverjüngung und Waldbiodiversität wirkt. Weiter sprach sich der SAC dafür aus, dass Birkhahn und Schneehuhn als national prioritäre Arten nicht mehr oder zumindest weniger stark bejagt werden: Oft wird bei Zugangsbeschränkungen in Wildruhezonen oder Jagdbanngebieten auch mit dem Gefährdungsstatus dieser Raufusshühner argumentiert. Das ist für Berggänger aber schwer nachvollziehbar, wenn diese Arten gleichzeitig noch bejagt werden.

Die Revision des Jagdgesetzes tangiert die Interessen des SAC auch direkt durch die geplante Umbenennung der Jagdbanngebiete in Wildtierschutzgebiete. In der Vernehmlassung, die Ende November 2016 endete, zeigte der SAC klar auf, weshalb mit der Umbenennung keine Ausweitung von Schutzbestimmungen für Bergsport und andere Natursportarten einhergehen darf (vgl.auch «Die Alpen» 08/2016).

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