Agassizhorn behält Namen

Seit 2007 gab es Bestrebungen, den Gipfel nördlich des Finsteraarhorns umzubenennen. Grund dafür waren die rassistischen Ansichten des namensgebenden Naturforschers Louis Agassiz (1807–1873). Nachdem ein politischer Vorstoss auf nationaler Ebene erfolglos geblieben war, engagierte sich die Gruppe «Démonter Louis Agassiz» weiter. Schliesslich waren es die Standortgemeinden, die über eine allfällige Umbenennung zu bestimmen hatten. Im Sommer 2010 entschieden sie, keine Namensänderung einzuleiten. Die Gruppe um den Historiker Hans Fässler führte ihre Kampagne daraufhin fort. In einer gemeinsamen Stellungnahme haben sich die Standortgemeinden Grindelwald, Guttannen und Fieschertal nun abschliessend zu diesem Begehren geäussert. Man distanziere sich zwar klar vom Verbrechen der Sklaverei und des Rassismus und somit von Louis Agassiz’ «dunklen Machenschaften». «Eine Umbenennung des Agassizhorns kann jedoch das in der Geschichte Passierte nicht ungeschehen machen», so die Gemeinden. Damit bestätigen sie ihren Entscheid aus dem Jahr 2010.

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