Alle 4000er der Alpen. Peter Donatsch

AT Verlag, Aarau 2003. Fr. 69.90 Pech für Piz Zupò und Fletschhorn! Vor ein paar Jahrzehnten hätten sie auch noch Aufnahme gefunden in einem Bildband, der vor allem dank seiner he- rausragenden Fotos brilliert. Heute fehlen den beiden Gipfeln die paar entscheiden- den Meter zur ominösen 4000er-Grenze.

Wer höher ist, gehört dazu – 82 sind offi- ziell auf der von der UIAA erstellten Liste, 46 sekundär. Herausgeber Peter Donatsch und seine sieben Mitautoren – unter anderen die bei den ALPEN-Lesern bekannten Bernhard Rudolf Banzhaf, Mario Colonel, Ueli Mosimann, David Coulin und François Perraudin – por- trätieren mit unterhaltsamen und infor- mativen Texten sowie tollen Bildern die offiziellen Gipfel vom Montblanc, 4810 m, bis zu den Droites, 4000 m. Ein paar kleinere Fehler bei Erstbesteigun- gen und bei Bergbezeichnungen haben sich eingeschlichen. Zum Beispiel wer- den die Breithornzwillinge als Breithorn Ost, 4139 m, und Breithornzwillinge Ost, 4106 m, bezeichnet. Die Liste der nichtoffiziellen 4000er hätte eigentlich auch ins Buch gehört; da gibt es ja ein paar Gipfel, die nach den UIAA-Richt- linien ebenfalls als richtige Gipfel zählen sollten, wie etwa Il Naso del Liskamm, 4272 m. Sicher nur ein Nebengipfel. Alle 4000er der Alpen ist ein Bildband, der in keiner Bibliothek fehlen darf. Zum Mit- nehmen natürlich viel zu schade und zu schwer, aber die Seite mit den alpintou- ristischen Angaben kann man ja bequem kopieren. Und fürs Fletschhorn muss man sich halt nach einem andern Buch umsehen. a D a n i e l A n k e r, B e r n

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