Alpen. Das Bedrohte Paradies

Bruckmann Verlag, München 2011, ISBN 978-3-7654-4620-7. Fr. 56.90

Nach « Bergparadiese » muss jetzt « Das bedrohte Paradies » kommen. Eugen Hüslers Geschichten sind ja nie oberflächlich, reduziert auf blosse Naturschwärmereien; sie sind immer auch kritisch, was ihm eine Menge Leser eingebracht hat. Die werden sein neuestes Werk verschlingen, denn die Geschichten sind lebendig, unterhaltsam, mit persönlicher Note verfasst. Und so schreibt er sich seine Beobachtungen über die Veränderungen der Alpen von der Seele, die sich in seinem langen Wander-, Velo- und Klettersteigleben angestaut haben. Für die fotografische Umsetzung fand er in Andreas Strauss einen geeigneten Partner, der sich ebenfalls seit Langem mit der Natur auseinandersetzt. Hüsler nimmt kein Blatt vor den Mund, und Strauss bildet ab, was wir sonst gerne ausblenden. Die hässliche Betonpfeilerbrücke, über die wir Touristen in die « heile » Welt rauschen. Die gesichtslosen Chaletsiedlungen, die heimelig sein sollten, würden sie sich nicht aufs Haar gleichen. Bagger, die dem Berg mehr Skipistenfläche abtrotzen wollen.

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