Alpenfolio: André Girard Reisender Reporter

 

Reisen, Fotografieren und Schreiben, das sind die Elemente, die das Leben von André Girard prägen. Als Kind war er Anfang der Sechzigerjahre ein Fan der Abenteuer von Tim und Struppi. Heute vermutet der Neuenburger, « dass Hergé vielen den Zugang zu einer grösseren Welt öffnete ».

André Girard entdeckte die Foto- grafie im Alter von 18 Jahren durch einen Freund, der sich der siebten Kunst verschrieben hatte. Zusammen entwickelten sie in der Finster- nis der Dunkelkammer ihre Schwarz-Weiss-Negative. Zu dieser Zeit begegnete er auch dem Werk von Henri Cartier-Bresson, dessen Konzept des « entscheidenden Augenblicks » fortan seine Vorstellung von Fotografie bestimmte.

Nach der Ausbildung zum Lehrer übte er diesen Beruf während mehrerer Jahre aus, immer wieder unterbrochen von längeren Reisen zu zweit, zusammen mit seiner Freundin. Es war im Jahre 1979, anlässlich einer ersten Reise rund um die Welt in einem VW-Bus, als er sein Talent zur Reportage entdeckte. Je mehr er reiste und je mehr Erfahrung er sich erwarb, desto weniger interessierte ihn das Unterrichten, und er gab es zugunsten seiner beiden Leidenschaften Fotografieren und Schreiben auf. Für ihn « gehören beide immer zusammen, sie sind wie ein Paar, wie eine linke und eine rechte Hand ».

Auf die einen wirken seine Bilder nostalgisch, auf die anderen poe- tisch. Alle Bilder jedoch sind geprägt von Aufrichtigkeit und Demut. Wir wünschen Ihnen eine gute Reise durch das fotografische Universum von André Girard.

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