Anker, Daniel (Hrsg.): Finsteraarhorn. Die einsame Spitze

AS Verlag, Zürich 1997. Fr. 45. Dem höchsten Gipfel der Berner Alpen, dem Finsteraarhorn, ist der zweite Band der Reihe « Bergmonographie » gewidmet. Wie schon Band 1 ( Jungfrau. Zauberberg der Männer ) ist Finsteraarhorn. Die einsame Spitze ein aktuelles Buch, das gleichzeitig viel historisches Material enthält. Beides, alt und neu, sind spannend aufgemacht und werden attraktiv präsentiert.

Der Titel sagt es - im Gegensatz zur Jungfrau ist das Finsteraarhorn ein abgelegener Berg. Diese Abgeschiedenheit, die Einsamkeit der Hochalpen, kommt in vielen der Fotos gut zum Ausdruck. Lange, schwierige Gratklettereien und wenig begangene, anspruchsvolle Wände führen auf seinen vielumworbenen Gipfel.

Der historische Teil des Buches bringt uns zurück in die Pionierzeiten des Bergsteigens. In der Folge wird aber auch auf Aktuelles eingegangen, so findet sich ein Porträt des alpinistischen Ausnahmekönners Pier-re-Alain Steiner. Kurios eine Geschichte über die « Scherben vom Rotloch », Fundgegenstände aus der Frühzeit des Alpinismus.

Wie auch bei seinem ersten Band hat Herausgeber Daniel Anker eine Vielzahl von Informationen und vor allem auch Bildmaterial zusammengetragen, das vom Fremdenverkehrs-plakat aus den Anfängen des Alpentourismus bis zu stimmungsvollen Landschaftsbildern reicht. Darüber hinaus gibt das Buch Auskunft über die wissenschaftlichen und touristischen Forschungen auf dem Jungfraujoch sowie Informationen zu Trips und Tips zum Thema Finsteraarhorn.

Peter Donatsch, Maienfeld

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