Badile – Kathedrale aus Granit. Marco Volken

Volken Marco

Badile – Kathedrale aus Granit

AS Verlag, Zürich 2006. Fr. 66.– « Ich bekenne, er ist mir über, er ist mein Meister. » Diesen Satz lesen wir in der ersten Ausgabe der SAC-Zeitschrift « Die Alpen » von 1925, in der Alfred Zürcher von der ersten Besteigung des Pizzo Badile über die Nordkante, zusammen mit Bergführer Walter Risch, am 4. August 1923 berichtet. Wer den « schönsten Aufstieg auf den Badile » – so der Zweitbegeher André Roch – machen will, muss ins Bergell fahren. Wer aber den ganzen Berg kennen lernen will, mit all seinen Kanten und Wänden, seinen Kletterern und Geschichten, der greife unbedingt zur Monografie von Marco Volken. Er porträtiert die « Kathedrale aus Granit » zusammen mit Mitkletterern auf 221 Seiten. Am Badile lässt sich lückenlos die Entwicklung des Felskletterns verfolgen. Die Liste der Männer und Frauen, die an diesem 3305 Meter hohen Berg ihre Spuren hinterlassen und Erfolge wie Tragödien erlebt haben, liest sich wie ein « Who's who » des Alpinismus: W. A. B. Coolidge, Christian Klucker, Riccardo Cassin, Gaston Rébuffat, Loulou Boulaz, Lionel Terray, Louis Lachenal, Hermann Buhl, Walter Bonatti, Claudio Corti, Alison Hargreaves, Yvette Vaucher, Igor Koller, Mike Kosterlitz, Dick Isherwood und viele weitere, die meist mit ihren Originalbeiträgen zu Wort kommen. Der Badile steht aber auch für andere grosse Pionierleistungen: einige der ersten Helikopter-Direktrettungen, die Entwicklung der weltberühmten Vibramsohlen, atemberaubend ausgesetzte und dramatische Bergfilme. Und seine Nord(ost)wand gehört mit Dru, Grandes Jorasses, Eiger, Matterhorn und Grosser Zinne zu den sechs klassischen Nordwänden der Alpen. Badile: ein Kletterberg wie kein anderer. Volkens Buch bewegt sich auf gleicher Höhe.

Daniel Anker, Bern Schuler Christoph

Globi erlebt die Bergwelt. Ein spannendes Spiel- und Nachschlagebuch

Globi Verlag, Zürich 2006. Fr. 19.80, für SAC-Mitglieder Fr. 16.80.

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