Berg. Alpenvereinsjahrbuch 2001. DAV, ÖAV, AVS

München, 2000. Fr. 44.80

Einiges ist alt, anderes neu am Alpenvereinsjahrbuch. Alt bewährt sind die Herausgeber, die drei alpinen Vereine aus Deutschland, Österreich und Südtirol, sowie die Tradition: 1869 erschien der erste Band. Vom alten Buch sind Format, Aufmachung und Konzeption als vielfältiges Beitragsbuch geblieben. Neu ist die Redaktion mit Lutz Bormann und Georg Hohenester. Lutz Bormann, Redaktor der DAV-Mitgliederzeitschrift « Panorama », zitiert in seinem Vorwort zur inhaltlichen Ausrichtung aus der ersten Ausgabe, dass die Jahrbücher «... ein Brennpunkt alpiner Forschung, ein Sprechsaal für ruhigen Austrag von Streitfragen, eine Fundgrube für praktische Winke und Ratschläge... » ( Theodor Trautwein, 1869 ) sein sollen. Da ich schon öfter in den Jahrbüchern publizieren durfte, obwohl keinem herausgeben-den Alpenverein angehörend, sei mir eine persönliche Bemerkung erlaubt: Diese Inhaltsvorgabe ist nach wie vor aktuell. Und sie hat auch im 21. Jahrhundert nichts von ihrer Bedeutung und Faszination verloren.

Das Spektrum in den Themenbereichen « Kartengebiet » ( Cordillera Blanca Nord ), « Alpenvereinsgebiet » ( Lechquel-lengebirge ), « Geschichte der Berge », « Berge der Welt », « Wissenschaft und Kultur », « Natur und Umwelt » sowie « DAV-Sicherheitskreis » ist einmal mehr beeindruckend und bietet Stoff für viele verregnete Tage. Besonders erwähnt seien der etwas andere Zugang zu Jon Krakauers Bestseller « In eisige Höhen » und unter den Schweizer Themen « Nietzsche im Oberengadin », « Architektur und Tourismus in Graubünden » und die « Erweiterung des Schweizerischen Nationalparks ». Auch dem Bild wird zunehmend Bedeutung geschenkt, wenn auch das Jahrbuch kein Bildband ist.

Peter Donatsch, Bad Ragaz

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