Berge entstehen – Berge vergehen Wanderungen zu Bergstürzen entlang der Alpen

Bergstürze gelten im Allgemeinen nicht gerade als Ausflugsziele der einladenden Art. Doch auf den zehn Wanderungen zu Bergstürzen in den Schweizer Alpen zeigt die Autorin Elsbeth Flüeler neue Einblicke und deckt überraschende Seiten auf. Nicht nur die Zerstörungskraft, sondern auch die einzigartigen Naturräume, die nach den Bergstürzen entstehen konnten, werden beschrieben. Dabei werden auch die Leser zum Beobachten und Interpretieren angeregt. Wie haben Bergstürze die Landschaft verändert und geprägt? Welche Folgen hatten sie für die Menschen, und wie reagierten diese darauf? Nebst den Wanderbeschrieben zu den Schauplätzen lässt die Autorin Zeitzeugen und eine Bergsturzforscherin zu Wort kommen. Bergstürze wie Elm, Derborence oder Kandersteg, die sich vor langer Zeit ereigneten, kennen wir nur aus Erzählungen. Andere wie die beim Eiger konnten wir in den Medien hautnah mitverfolgen. Aktuelle Fotos, historische Bilder, Zeichnungen und Grafiken dokumentieren die verschiedenen Bergsturzereignisse.

Beim Lesen des Buches wird auch klar, warum es als unausweichliche Folge der Erosion immer wieder neue Bergstürze geben wird. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Bergstürze wegen des auftretenden Schwefelgeruchs von zerschlagenem Gestein für Vulkanausbrüche gehalten wurden. Doch trotz den heutigen Messmethoden, mit denen kleinste Bewegungen des Gesteins erfasst werden können, faszinieren und erschrecken Bergstürze mit ihrer ungeheuren Kraft nach wie vor.

Feedback