Bösch, Robert: Lightmare

Vorwort von Frank Joss. Fischer Media Verlag AG, Bern 1999. Fr. 136. Lightmare ist weder ein Bergbuch noch ein sich auf ein Thema be-schränkender Bildband. Nein, Lightmare ist ein Robert-Bösch-Buch. Es zeigt die schönsten, zum Teil bereits bekannten, Aufnahmen des Schweizer Outdoor- und Actionfotografen. Beginnt man darin zu blättern, erklärt sich das Wortspiel des Titels: Lichtstimmungen, Kontraste und eine klare Komposition charakterisieren die Bilder. Die grosszügige und verspielte Aufmachung sowie der hervorragende Druck fesseln und fordern zum Träumen auf. Plötzlich möchte man wissen, wieso denn nun die pakistanische Stadt Skardu und das Lidernengebiet im Kanton Uri so harmonisch nebeneinander auf einer Doppelseite stehen. Die Antwort auf diese Frage offenbart einen zentralen Aspekt des Buches: Anstatt die Fotos thematisch zu ordnen, bestimmen oft Parallelen in Bildaussage oder Komposition die Reihenfolge. Nach dieser Erkenntnis erhöht sich von einer Seite zur nächsten die Spannung, man sucht nach Zusammenhängen - auch dort wo offensichtlich keine sind - und folgt dem Fotografen auf einem bisher unbekannten Weg um unsern Planeten. Unwirklich erscheint das Azurblau eines Sees in Patagonien, ehrfürchtig bewundern wir die Lastenträger in Pakistan. Und wer würde sich nicht am liebsten zu dem Mann hinsetzen, der in Venedig vor einer im Abendlicht strahlenden Kirche so gemütlich die Zeitung liest?

Ein bisschen erstaunen mag die Anreicherung der Bildergeschichte mit Zitaten aus der Weltliteratur wie Goethe, Nietzsche oder Saint-Exupéry. Warum gingen die Autoren hier nicht neue Wege? Hätte man aber selbst auf die Philosophie vollständig verzichtet, wäre Lightmare noch immer das, was es so schon ist: einer der bedeutendsten, aktuellen Fotobände.

Bernard van Dierendonck, Zürich 21. Februar, La Vacheressane, Frankreich Dieses Rennen, das zur Coupe de France zählt, fand an einem Wochenende statt, an dem in der Haute Savoie Skifahren ausserhalb der Pisten vollständig verboten war. Dank der Sicherheitsmassnahmen stellte dies aber kein Problem dar. Die einzige Schweizer Mannschaft, die am Start war, holte sich gleich den Sieg vor einem schwedischen Team!

21. März, Olymp, Griechenland Dank der Unterstützung von privaten Sponsoren konnte eine Mannschaft des Swiss Team der Einladung des griechischen Alpenclubs Folge leisten. Nach einem Irrflug von Genf nach Wien, weiter nach Mailand und dann nach Thessaloniki waren Firmin Farquet und Hugues Fellay wohl so « weichgeklopft », dass sie den Sieg knapp einem bulgarischen Paar überlassen mussten. Trotzdem war es ein grossartiges Wochenende in einem Land, das angesichts der vielen Berge das Meer vergessen liess.

3. April, Trofeo Luciano Grandi, Varzo, Italien Ein Rennen am Ostersamstag im Val d' Ossola, das von alten Bekannten der Patrouille des Glaciers gewonnen wurde.

5. April, Tour du Rutor, Italien Der Klassiker im Aostatal wurde klar dominiert von Meraldi-Pedrini, die ihre Verfolger ( Chio-Ouvrier ) um 9 Minuten distanzierten!

Claude Défaqo, Monthey

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