C-MAX Climbing Cup 2005. Nationale Wettkämpfe im ersten Halbjahr

Halbjahr

C-MAX Climbing Cup

2005

Neue Austragungsorte beleben die Schweizer Sportkletterwettkampf- szene und machen die Tour auch für die Athletinnen und Athleten interes- santer. Nicht immer setzen sich die Favoriten durch.

Erste Station des C-MAX Climbing Cup 2005 war die Sportanlage Block in Win- terthur am 7. Mai mit der Disziplin « Lead » 1. Die ehemalige Industriehalle ist seit 2002 ein regelmässiger Austragungsort von nationalen Kletterwettkämpfen mit einem grossen Stammpublikum, das die gut überblickbare Wettkampfarena zu schätzen weiss. Und natürlich die Leistungen der Schweizer Kletterelite! Ihre beachtlichen internationalen Erfolge färben stark auf das Niveau der nationa- len Wettkämpfe ab, sodass der Kletter- genuss für die Zuschauer nicht auf der Strecke bleibt.

Favoriten und Überraschungen Die derzeit besten Lead-Kletterer der Schweiz, Alexandra Eyer aus Zürich und Cédric Lachat aus Porrentruy, wurden in Winterthur ihrer Favoritenrolle gerecht. Auf den weiteren Podestplätzen aller- dings gab es Überraschungen zu ver- zeichnen. Die Gewinnerin des European Youth Cup in Imst/A, Christina Schmid aus Neuenegg, die zum ersten Mal in der Kategorie Elite startete, erreichte auf An- hieb Platz drei, hinter der in dieser Saison ebenfalls glänzend kletternden Anouk Piola aus Plan-les-Ouates. Bei den Män- nern kletterte in der Kategorie Elite der Neuling Kevin Hemund aus Kappelen vor Daniel Winkler auf den zweiten Platz. Dank solchen Überraschungen von Nachwuchstalenten können sich auch die « Alteingesessenen » nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Bouldern macht Mode Die halb offene Halle des Sportzentrums Leysin war am 4. Juni zum zweiten Mal Cédric Lachat, international momentan der zweitbeste Lead-Kletterer, wurde in dieser Saison national erst an der Boulder-SM in Engelberg von Daniel Winkler geschlagen. C-MAX Climbing Cup in Winterthur Alexandra Eyer hat als gegenwärtig beste Schweizer Sportkletterin alle bisherigen nationalen Wettkämpfe 2005 siegreich absolviert. International ist sie zurzeit die drittbeste Athletin. Hier am C-MAX Climbing Cup in Leysin Der Freiburger Daniel Winkler holte sich vor der eindrücklichen Engelberger Kulisse seinen ersten Boulder-Schweizer-Meister -Titel. Fo to: F AF A G Fo to: F AF A G Fo to: F elix F rey 1 Der international neu verwendete Begriff « Lead » bezeichnet die Disziplin « Diffi culty » bzw. Schwierigkeitsklettern.

D I E A L P E N 9/2005 Schauplatz eines C-MAX-Boulderwett- kampfs. In sämtlichen Kategorien wurde an den vielfältigen Boulderblöcken deut- lich, dass die allgemeine Leistungsdichte in der Disziplin Bouldern gewachsen und der Kampf um die Podestplätze här- ter geworden ist. Diese Wettkämpfe wer- den bei den Zuschauern immer belieb- ter, werden sie doch in « Griffweite » aus- getragen. Mit ihren Siegen in Leysin po- sitionierten sich Alexandra Eyer und Cédric Lachat als Topanwärter für die Schweizer Meistertitel. Diese wurden eine Woche später im Kurpark Engelberg vergeben. Während Eyer ihre Mitstreiterinnen, unter ihnen die Titelverteidigerin Stéphanie Louis aus Plan-les-Ouates, auf die hinteren Ränge verweisen konnte, gelang es Lachat nicht, seinen Titel vom Vorjahr erfolgreich zu verteidigen. Neuer Boul- der-Schweizer-Meister wurde Daniel Winkler aus Villars-sur-Glâne, der dank seiner ruhigen und besonnenen Art sämtliche Boulderprobleme schaffte. Das Klettern an den originellen und knallbunten Boulderblöcken vor der an- sprechenden alpinen Kulisse machte den Wettkämpfern trotz recht schwierig kom- ponierten Routen offensichtlich Spass. Hoffentlich lässt das SAC-Regionalzent- rum Zentralschweiz diesem ersten natio- nalen Wettkampf eine Fortsetzung folgen.

Die weitere Saison Nächste Etappe war der Klettertreff Thun am 1O. September 2, der damit zum zweiten Mal einen nationalen Wettkampf organisierte und gleich auch Weichen für die Schweizer Meisterschaft Lead vom 15. Oktober – und den gleichzeiti- gen Abschluss des C-MAX Climbing Cup – stellte. Diese fi ndet im Kletterzen- trum Magnet in Niederwangen statt. Die erste Kletterhalle der Schweiz wird dann dank der Verdoppelung der Grundfl äche und neuen grosszügig geplanten Wand- strukturen noch attraktiver sein. Der für die Finalrouten zusätzliche neue Wand- sektor verspricht ausserdem interessante Linienführungen sowie optimale Ein- sichten für das Publikum. Zuschauer und Wettkämpfer können sich also auf dieses Saisonfi nale freuen. a Charles Mori, Ebertswil 2 Vgl. Resultate unter www.digitalrock.de

Sicherheit, Medizin, Rettungswesen

Sicurezza, medicina, soccorso in montagna

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