Crimea Rock Festival 2001. Nicht nur klettern

Crimea Rock Festival 2001

Nicht nur Klettern

Klettern in internationaler Umgebung, andere Kulturbegriffe erleben und dazu mehr als nur ein Hauch Abenteuer waren die spannenden Aspekte des Crimea Rock Festival 2001 in der Ukraine.

Da es mir im Jahr 2000 im internationalen Klettercamp auf der Krim so gut gefallen hatte, liess ich es mir nicht entgehen, 2001 erneut in die Ukraine zu reisen. Und wiederum stand mir ein grosses Abenteuer bevor.

Am Kiewer Bahnhof traf sich eine bunt gemischte Kletterschar. Spanier, Österreicher, ein Südafrikaner und ich als Schweizerin traten zusammen mit Lagerleiter Alexander die 20-stündige Zugfahrt Richtung Schwarzes Meer an. Auf dieser Reise zum Lager auf der Krim unterhielten wir uns bestens, ab und zu auch mit Händen und Füssen. Von Sewastopol aus gings mit Bussen weiter, die uns – eine kleine Panne inklusive – an den Lagerort in Foros brachten. Hier erlebten wir die Gastfreundschaft und Lebensfreude der Ukrainer, seis beim Essen, Baden oder am Abend beim gemütlichen Zusammensitzen.

Reichhaltiges Programm In den nächsten schönen und warmen Tagen wurde an den genialen Felsen ( Kalk ) direkt über Foros und mit Meer-blick viel geklettert. Ungewöhnlich, aber auch interessant war die ukrainische Schwierigkeitsbewertung, und ab und zu amüsierte uns die Sicherungs- und Klettertechnik der Ukrainer.. " " .Von den Leitern wurde immer etwas organisiert, ob Spiel-, Tanz- oder Sportkompetition oder ein Lagerfeuer am rauschenden Meer. Spannend und lehrreich war auch der internationale Gedankenaustausch. Alle freuten sich auch auf die Exkursion nach Jalta, wo wir Paläste, Kirchen, Marktstände und noch vieles mehr besichtigten. Bei einer Bootstour auf nicht ganz ruhiger See genossen wir zur Abwechslung mal den Blick vom Meer aus auf die Kletterfelsen und die Landschaft. Die erlebnisreiche Woche mit den vielen neuen Bekanntschaften ging leider zu schnell vorbei. Auf der langen Zugfahrt zurück nach Kiew konnten wir die vergangenen Tage Revue passieren lassen und über dies und jenes lachen. Mit der Versicherung, sich mal in den Alpen oder in Südafrika – oder doch schon im nächsten Lager auf der Krimwieder zu sehen, nahmen wir Abschied. a

Andrea Lorenz, Siselen Kletterfelsen Aussicht auf die Kletterberge und das Schwarze Meer Beim Klettern im UIAA-Lager auf der Krim Fo to s: An dr ea Lo ren z DIE ALPEN 3/2002

ut fünf Stunden ist es her, seit wir Quito, die Hauptstadt Ecuadors, mit dem Linienbus verlassen haben. Draussen ist die Landschaft schon längst in Dunkelheit gehüllt. Immer wieder klatschen neue Regenböen gegen die Fensterscheiben. « Wie zuhause », spottet Hugo Quintanchala von der hinteren Sitzreihe. « Hier ist das Wetter immer so. Daran gewöhnt man sich. » Hugo, unser einheimischer Führer, begleitet uns in den äussersten Nordwesten des Landes. Das Dorf El Angel in der Provinz Carchi ist nur einen Katzensprung von der kolumbianischen Grenze entfernt. Endstation!

Eine dampfende Hühnerbouillon söhnt uns langsam mit den klimatischen Verhältnissen aus. Wir sind die einzigen Gäste im einzigen Restaurant. Die grossen Touristenströme dringen nicht bis El Angel in der abgelegenen, kalten und regnerischen Nordprovinz Carchi vor.

T E X T / F O TO S Lorenz Andreas Fischer, Luzern

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